Donnerstag, 22. August 2019

Ein halbes Jahr unter Jair Bolsonaro Das hat Brasiliens Rechtsaußen-Präsident bisher bewegt

Satellitenbild von neuen Rodungsflächen im Amazonas-Gebiet
---/INPE/dpa
Satellitenbild von neuen Rodungsflächen im Amazonas-Gebiet

Für Kontroversen ist unter Jair Bolsonaro gesorgt. Seit er Brasiliens Präsident ist, hat sich die Rodung des Amazonas-Regenwalds beschleunigt - im Juli um 278 Prozent laut Satellitendaten des staatlichen Weltrauminstituts. Bolsonaro feuerte daraufhin den Institutsleiter. Ebenso beseitigte er in dieser Woche die Leiterin der Kommission zur Aufklärung von Verbrechen der von Bolsonaro bewunderten Militärdiktatur (1964-1985). Sein Justizminister Sergio Moro - zuvor Chefaufklärer des gewaltigen Korruptionsskandals "Lava Jato" - ist nun selbst Skandalfigur, seit politische Absprachen zwischen Anklage und Gericht enthüllt wurden.

Vor allem westliche Investoren hoffen darauf, dass Brasiliens neue Führung trotz aller radikalen Töne die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt wieder in Schwung bringt. So richtig trennen lassen sich der evangelikal-religiöse, der nationalistische, der militaristische und der neu erfundene wirtschaftsliberale Bolsonaro aber nicht. Wie sieht die Bilanz nun aus, gut ein halbes Jahr nach dem Amtsantritt des Präsidenten zum Jahreswechsel?

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