mm-Grafik Auf Zick-Zack-Kurs zum Exportrekord

Im Juli haben deutsche Unternehmen erstmals Waren für mehr als 100 Milliarden Euro exportiert. Der Rekord befeuert Hoffnungen auf ein erfolgreiches drittes Quartal. Ein Blick zurück offenbart jedoch die hohe Volatilität der Ausfuhrdaten.


Hamburg - Trotz Sanktionen gegen Russland haben die deutschen Exporteure im Juli erstmals die Umsatzmarke von 100 Milliarden Euro geknackt. Ihre Einnahmen stiegen im Vergleich zum Vormonat um 8,5 Prozent auf 101 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Mögliche Ursache könnten die vielerorts späten Sommerferien sein, die für außergewöhnlich wenige Ferientage gesorgt haben. Ökonomen sind nun optimistischer für das gesamte dritte Quartal.

Ein Blick zurück offenbart, dass die deutschen Exporteure bereits häufiger an der 100-Milliarden-Marke gekratzt haben. Wie die die Grafik von Statista zeigt, sanken die Exporte danach allerdings häufig wieder relativ stark ab. Ohnehin variieren die Werte zwischen einzelnen Monaten teils drastisch.

Den stärksten Einbruch der jüngeren Vergangenheit mussten Deutschlands Exporte zwischen 2008 und Ende 2009 hinnehmen. Damals waren gleichzeitig die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise, einer Strukturkrise innerhalb der deutschen Wirtschaft und eines konjunkturellen Abschwungs zu spüren - die Kombination dieser drei Faktoren hatte die deutschen Exporte massiv wegbrechen lassen.

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