Montag, 18. November 2019

Alison Rose wird RBS-Chefin Erstmals führt eine Frau eine britische Großbank

RBS-Zentrale: Alison Rose übernimmt

Alison Rose: Ab November CEO der UBS

Erstmals wird eine Frau eine der großen britischen Banken führen: Die Royal Bank of Scotland (RBS) teilte am Freitag mit, dass Alison Rose am 1. November den Chefposten übernehmen werde. Die etwa 50-Jährige ist derzeit Vize-Chefin der RBS-Tochter NatWest und arbeitet seit 27 Jahren bei RBS.

Rose folgt auf Ross McEwan, der wiederum im Frühjahr Chef der National Australia Bank wird. Er hatte die RBS seit 2013 umfassend umgebaut. Die Großbank hat schwarze Jahre hinter sich: Sie musste nach der Finanzkrise mit Milliarden vom Staat gerettet werden, der immer noch einen Anteil von 62 Prozent an dem Geldinstitut hält. McEwan stutzte das Investmentbanking stark und strich zehntausende Stellen.

Rose gilt als Verfechterin der Gleichberechtigung. Sie war etwa zuständig für einen Bericht für die Regierung über die Hürden, die Unternehmensgründerinnen überwinden müssen. Sie wird das gleiche Gehalt erhalten wie ihr Vorgänger: 1,1 Millionen Pfund pro Jahr (1,2 Millionen Euro) plus Aktienoptionen. Dazu kommt ein Bonus, der an den langfristigen Erfolg der Bank geknüpft ist. Er kann 175 Prozent des Festgehalts erreichen.

Rose nannte ihre Ernennung eine "große Ehre". Sie werde "ein neues Kapitel für die Bank aufschlagen". Die RBS gehört neben Barclays, HSBC und Lloyds zu den "Großen Vier" der Branche in Großbritannien.

la/dpa

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