Korrigierte BIP-Prognose Frankreich rechnet 2013 mit Stagnation

Die französische Regierung hat sich von den eigenen Wachstumsprognosen für 2013 verabschiedet. Statt 0,8 Prozent legt das Bruttoinlandsprodukt demnach nur um 0,1 Prozent zu - nachdem es im letzten Quartal 2012 geschrumpft ist. Auch für 2014 kalkuliert die Regierung nun neu.
Arc de Triomphe in Paris: Die Grande Nation wächst nicht so wie geplant

Arc de Triomphe in Paris: Die Grande Nation wächst nicht so wie geplant

Foto: BENOIT TESSIER/ REUTERS

Paris - Wegen der anhaltend schlechten Wirtschaftslage revidiert Frankreich seine Wachstumsprognose für 2013 und das folgende Jahr. Finanzminister Pierre Moscovici sagte im Rundfunksender Europe 1, sein Land wolle der Europäischen Kommission eine vorsichtige und realistische Schätzung vorlegen, wenn es Mitte April seine Wachstums- und Defizitzahlen präsentiere.

So werde die Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für dieses Jahr auf 0,1 Prozent gesenkt von bisher 0,8 Prozent. Die letzte Zahl war Grundlage für den Haushalt 2013. Im letzten Quartal 2012 schrumpfte das BIP in Frankreich um 0,3 Prozent. Für das kommenden Jahr rechnen die Regierung nur noch mit einem Wachstum von 1,2 Prozent statt bis wie bisher von 2,0 Prozent. Dieses Ziel wird auf 2015 verschoben.

Das Ziel, die Neuverschuldung bereits in diesem Jahr auf 3,0 Prozent zu drücken, hatte Frankreich bereits aufgegeben. Bis Ende des Jahres werde nunmehr ein Defizitziel von 3,7 Prozent angestrebt, bekräftigte Moscovici. Das von der Europäischen Union (EU) vorgegebene Limit von 3,0 Prozent steht nun für 2014 im Plan.

krk/rtr
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