Sonntag, 26. Januar 2020

Verstaatlichung Argentinien verhebt sich an Ölkonzern YPF

Verstaatlichung: Argentinien verhebt sich an Ölkonzern YPF
DPA

3. Teil: Angst vor der Tristesse nach dem Fehlschlag

Allerdings steht fest, dass einer der wichtigsten Manager, der für YPF-Beteiligungen zuständige Vorstand, gerade gekündigt hat. Und Insider bestätigen gegenüber manager magazin online den Unmut des CEO, der Verhandlungen mit Investoren als Chefsache, also als seinen Job, ansieht. Für Ex-Energiestaatssekretär Lapeña waren all diese Probleme absehbar: "Galuccio hat wohl geglaubt, er könne Cristina Kirchner beeinflussen, oder ihr gar den Arm verdrehen, aber da hat er sich geschnitten."

Wie eng es für den Mann an der Spitze von YPF wird, zeigt ein Vorfall der vergangenen Tage. Da verlor der Energieminister der Provinz Neuquen, wo die tote Kuh "Vaca Muerta" immer noch ungehoben begraben liegt, die Nerven. "Wir können uns keinen weiteren Zeitverzug mehr leisten, um Kapital anzuziehen", wetterte Guillermo Coco, dessen Regionalregierung sich mit dem Geldsegen aus der Ölförderung den Haushalt sanieren könnte. YPF müsse intelligent vorgehen, und "schnellstens" Investoren finden.

Wenn Argentinien nicht das Land ist, "das die besten Bedingungen bietet, dann gehen die Investoren nach Mexiko oder Kolumbien, wo alle Welt ihre Tote Kuh sucht."

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