Kriegsverbrechen 50 Jahre Haft für Charles Taylor

Der frühere liberianische Präsident Charles Taylor ist zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er war bereits Ende April in Den Haag wegen Kriegsverbrechen während des Bürgerkrieges in Sierra Leone schuldig gesprochen worden.
Liberias Ex-Staatschef Charles Taylor auf der Anklagebank in Den Haag: Der Bürgerkrieg in Sierra Leone forderte mehr als 50.000 Todesopfer

Liberias Ex-Staatschef Charles Taylor auf der Anklagebank in Den Haag: Der Bürgerkrieg in Sierra Leone forderte mehr als 50.000 Todesopfer

Foto: TOUSSAINT KLUITERS/ AFP

Den Haag - Das Sondertribunal für Sierra Leone im niederländischen Leidschendam bei Den Haag verkündete am Mittwoch das Strafmaß. Taylor war am 26. April wegen Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Sierra Leone schuldig gesprochen worden.

Das jahrelange Gemetzel während des Bürgerkrieges in Sierra Leone forderte geschätzte 50.000 Todesopfer und endete im Jahr 2002. Das Tribunal befand Taylor für schuldig, in mindestens elf Fällen die Rebellen unterstützt zu haben - und dabei vor höchster Brutalität nicht zurückgeschreckt zu haben.

Der 64-Jährige Taylor ist das erste ehemalige Staatsoberhaupt, das seit Ende des zweiten Weltkrieges durch ein internationales Kriegsverbrechen-Tribunal verurteilt wird.

la/afp
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