Aufstockung des IWF Schäuble rechnet nicht mit Geld aus den USA

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble geht nicht davon aus, dass sich die USA an der geplanten Aufstockung der IWF-Mittel zur Bekämpfung der Schuldenkrise beteiligen werden. Dagegen sei Großbritannien bereit, bei der Stärkung des IWF mitzuhelfen.
Euro-Fighter Schäuble, Merkel: "Im US-Kongress keine Chance für bilaterale Kredite"

Euro-Fighter Schäuble, Merkel: "Im US-Kongress keine Chance für bilaterale Kredite"

Foto: Markus Schreiber/ AP

Frankfurt am Main - Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im US-Kongress gebe es derzeit keine Chance dafür, dass die USA dem Internationalen Währungsfonds (IWF) einen bilateralen Kredit zur Verfügung stellten, sagte Schäuble am Montag im Deutschlandfunk. Dies habe die Regierung in Washington schon deutlich gemacht.

Dagegen habe sich Großbritannien als Nicht-Euro-Mitglied dazu bereiterklärt, sich an der Aufstockung der IWF-Mittel zu beteiligen. "Und mit China sind wir auch im Gespräch", fügte er hinzu. Zugleich bestätigte Schäuble, dass die Finanzminister der Europäischen Union am Montag eine Telefonkonferenz zu den bilateralen IWF-Darlehen und den neuen EU-Haushaltsregeln abhalten werden. Das Gespräch ist nach EU-Angaben für 15.30 Uhr angesetzt.

Aus Euro-Zonen-Kreisen verlautete, dass die Finanzminister auch über den permanenten Rettungsschirm ESM beraten würden. Dabei gehe es um ein neues Mehrheitsstimmverfahren für den ESM. Auf dem EU-Gipfel am 9. Dezember war ein Vorziehen des ESM um ein Jahr beschlossen worden. Der permanente Mechanismus soll den EFSF im Juli 2012 ablösen. Die IWF-Gelder sollen um bis zu 200 Milliarden Euro aufgestockt werden.

Über die neue Rolle des IWF in Europa wird im aktuellen manager magazin ausführlich berichtet.

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