Euro-Krise Woche der Wahrheit für den Euro

Der Kurs des Euro hält sich vor dem Treffen von Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy über der Marke von 1,34 US-Dollar. Wenige Tage vor dem EU-Gipfel wollen Merkel und Sarkozy einen Weg zur Rettung des Euro weisen. Viel Zeit bleibt nicht.
Demonstrative Einigkeit: Merkel und Sarkozy sehen sich in letzter Zeit häufiger

Demonstrative Einigkeit: Merkel und Sarkozy sehen sich in letzter Zeit häufiger

Foto: Thomas Niedermueller/ Getty Images

Berlin - Die beiden europäischen Spitzenpolitiker wollen in Paris ihre Strategie gegen die Euro-Schuldenkrise vorstellen. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3420 Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7450 Euro. Am Freitag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3511 (Donnerstag: 1,3492) Dollar festgesetzt.

Wenige Tage vor einem entscheidenden EU-Gipfel zur Schuldenkrise dürften die Investoren gespannt die gemeinsame Pressekonferenz von Merkel und Sarkozy am frühen Nachmittag verfolgen, sagten Händler. Nach Einschätzung des Devisenexperten Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank gibt es mittlerweile eine beeindruckende Zahl von Vorschlägen zur Lösung der Schuldenkrise. Zuletzt hatte "Die Welt" über ein angebliches Hilfspaket des Internationalen Währungsfonds (IWF) berichtet, das durch die EZB finanziert wird.

Alle bestehenden Vorschläge können nach Ansicht Leuchtmanns aber nicht das grundsätzliche Problem lösen: "Für eine Finanzierung einer Italien-Rettung fehlt momentan das Geld." Nach Einschätzung des Experten bleiben bei einer Eskalation der Schuldenkrise in Italien nur zwei Möglichkeiten: "Entweder die EZB finanziert die Rettung mit der Geldpresse, oder es kommt zu einer Vergesellschaftung der italienischen Staatsschulden innerhalb der Eurozone."

la/dpa
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