Samstag, 21. September 2019

2,0 statt 2,5 Prozent US-Wirtschaft wächst schwächer als erwartet

Hafen in New York: Geringeres Wirtschaftswachstum in Amerika als bisher gedacht

Die größte Volkswirtschaft der Welt schwächelt: Zwischen Juli und September ist die US-Wirtschaft weniger stark gewachsen als zunächst angenommen. Aufs Jahr gerechnet legte das Bruttoinlandsprodukt nur um 2,0 Prozent zu - ursprünglich hatten die Statistiker 2,5 Prozent gemeldet.

Washington - Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal schwächer gewachsen als zunächst berechnet: Das Bruttoinlandsprodukt wuchs aufs Jahr hochgerechnet um 2,0 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Damit wurden vorläufige Zahlen um 0,5 Punkte nach unten korrigiert.

Die Korrektur im dritten Quartal geht den Daten zufolge vor allem auf einen schwächeren Konsum und eine geringere Investitionsneigung zurück. Beide Bereiche wuchsen im Vergleich zur Erstschätzung schwächer, allerdings immer noch recht robust.

Gestützt wurde das US-Wachstum vom Außenhandel. Zum einen wurde der Exportzuwachs stärker als bislang ausgewiesen. Verstärkt wurde dieser Effekt durch ein nunmehr geringeres Importwachstum. "Am Gesamteindruck, dass die US-Wirtschaft zuletzt wieder besser Tritt gefasst hat, ändert sich mit den Zahlen nichts", heißt es in einer Analyse der Postbank.

Die US-Daten sorgten an den Aktienmärkten für Kurseinbrüche: Der Dax Börsen-Chart zeigen fiel um 1,2 Prozent auf 5537 Punkten. Es war der siebte Handelstag in Folge mit einem Tagesverlust. Auch der EuroStoxx Börsen-Chart zeigen verlor rund ein Prozent.

Besonders unter Druck standen die Finanzwerte, allen voran die Aktien der Commerzbank Börsen-Chart zeigen, die aufgrund eines Berichts über ein Kapitalloch von fünf Milliarden Euro um 15 Prozent abstürzten.

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