Euro-Rettungsfonds EFSF wird personell aufgestockt

Der Euro-Rettungsfonds EFSF, über den Bundestag und Bundesrat in der kommenden Woche abstimmen sollen, soll weiter ausgebaut werden als bisher bekannt. Der Fonds ist dabei, eine eigene Handelsabteilung einzurichten, um an den Märkten für Staatsanleihen intervenieren zu können.
Mehr Aufgaben, mehr Mitarbeiter: EFSF-Chef Klaus Regling

Mehr Aufgaben, mehr Mitarbeiter: EFSF-Chef Klaus Regling

Foto: Corbis

Hamburg - Um die eigene Handelsabteilung einrichten zu können, soll die Personalstärke des EFSF deutlich erhöht werden. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (23. September) im Handel erhältlich ist. Bisher arbeiten lediglich zwölf Personen beim EFSF; eine Aufstockung auf 24 Beschäftigte ist bereits beschlossen.

Um die erweiterten Aufgaben wie Marktinterventionen und Bankenstützungen erfüllen zu können, wird der Fonds seine Belegschaft darüber hinaus erheblich aufstocken müssen.

Die zusätzlichen Funktionen des EFSF wurden beim Euro-Krisengipfel im Juli beschlossen. Sie sind aber nach wie vor in der Berliner Koalition umstritten. Auch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann äußerte sich Anfang dieser Woche kritisch zur künftigen Rolle des Fonds.

Höhe der Griechenland-Hilfe steht noch aus

Bislang unterstützt der EFSF lediglich Irland und Portugal mit zusammen 43,7 Milliarden Euro. Nach den Gipfel-Beschlüssen vom Juli soll auch Griechenland künftig Geld aus dem Fonds erhalten; die genaue Summe steht noch nicht fest, da bislang offen ist, mit wie viel sich Banken und andere private Investoren an der beschlossenen Griechenland-Hilfe von insgesamt 109 Milliarden Euro beteiligen werden.

Sobald die Parlamente der Euro-Staaten zugestimmt haben, soll der EFSF seine neuen Aufgaben wahrnehmen und mehr Geld bekommen. 440 Milliarden Euro wird er künftig verleihen können.

Der Fonds finanziert sich durch Ausgabe von Anleihen auf den internationalen Anleihemärkten. Bislang sind 40 Prozent dieser Papiere von asiatischen Investoren gezeichnet worden, die sie offenbar langfristig halten wollen. Garantiert werden die Anleihen von den 17 Euro-Mitgliedstaaten.

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