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Renditen am Anleihemarkt: Berlusconi wird für Italien immer teurer

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Neues Sparprogramm Italien führt Schuldenbremse ein

Italien reagiert auf den wachsenden Druck anderer Euro-Staaten. Die Regierung in Rom versprach am Dienstag Nachmittag, ihr Sparprogramm wieder zu verschärfen und ähnlich wie Deutschland eine Schuldenbremse in die Verfassung aufzunehmen. Außerdem soll die Mehrwertsteuer steigen.

Rom - Nach der Kritik der EZB und anderer Euro-Staaten verschärft die italienische Regierung ihre Sparbemühungen. Die Mehrwertsteuer soll um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent steigen und eine Schuldenbremse in die Verfassung aufgenommen werden, teilte die Regierung am Dienstag mit.

Zudem sei eine dreiprozentige Sonderabgabe für Einkommen über 500.000 Euro und ab 2014 Änderungen bei der Verrentung von Frauen geplant. Das Sparpaket soll im Parlament mit einer Vertrauensabstimmung über die Regierung verbunden werden.

Italien ächzt unter einem Schuldenberg von 1,9 Billionen Euro. Das Land steht mit 120 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in der Kreide, die Quote ist eine der höchsten in der Welt. Und die Wirtschaft wächst seit Jahren nur sehr schwach. Es drohen immer höhere Zinskosten.

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