Milliardenhilfe Deutschland zahlt am meisten für Griechenland

Rund zwölf Milliarden Euro erhält Griechenland in diesem Monat von den Euro-Ländern und dem Internationalen Währungsfonds, damit Athen zahlungsfähig bleibt. Mehr als die Hälfte des Geldes stammt dabei offenbar aus Deutschland.
Milliardenkredite für Griechenland: Ohne die finanziellen Hilfen wäre das Land in diesem Monat zahlungsunfähig

Milliardenkredite für Griechenland: Ohne die finanziellen Hilfen wäre das Land in diesem Monat zahlungsunfähig

Foto: Corbis

Berlin - Die staatliche Bankengruppe KfW stelle Kredite über 5,05 Milliarden Euro bereit, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Damit übernehme Deutschland mehr als die Hälfte der von den Euro-Ländern vereinbarten Hilfen in Höhe von 8,7 Milliarden Euro.

Zur Begründung hieß es bei der Zeitung, Deutschland sei bei den Gesamthilfen bisher unter dem vereinbarten Anteil von rund 28 Prozent geblieben. Das müsse nun aufgeholt werden.

Die Euro-Finanzminister hatten am Samstag einen neuen Milliardenkredit an das krisengeschüttelte Griechenland freigegeben. Aus dem Hilfsprogramm der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) sollen in diesem Monat insgesamt zwölf Milliarden Euro fließen. Neben den 8,7 Milliarden Euro aus den Euro-Staaten stellt der IWF noch 3,3 Milliarden Euro für Griechenland bereit.

Zuvor hatte das Parlament in Athen den innenpolitisch umstrittenen Sparplan der Regierung von Ministerpräsident Giorgos Papandreou angenommen und damit den Weg für die Auszahlung der Tranche freigemacht. Ohne das Geld wäre Athen Mitte des Monats zahlungsunfähig. Insgesamt summieren sich die bisherigen Hilfen damit auf 65 Milliarden Euro.

mg/dpa-afx
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