Fotostrecke

Inflationshochburg China: Der verzweifelte Wettlauf gegen das Preisgespenst

Foto: STR/ AFP

Teure Lebensmittel Inflation in China legt weiter zu

China scheint die selbstgesteckten Ziele im Kampf gegen die Inflation zu verlieren. Im Mai stieg die Teuerungsrate auf 5,5 Prozent - den höchsten Stand seit drei Jahren. Die Preise für Lebensmittel stiegen besonders heftig.

Shanghai - Die Preise für Nahrungsmittel haben die Inflationsrate in China im Mai auf 5,5 Prozent und damit den höchsten Stand seit fast drei Jahren steigen lassen. Im April betrug die Rate 5,3 Prozent, im März 5,4 Prozent, so hoch wie seit 32 Monaten nicht mehr. Wirtschaftsexperten hatten die Steigerung erwartet, die Regierung hat für dieses Jahr allerdings nur eine vierprozentige Inflation der Verbraucherpreise vorhergesagt.

Den am Dienstag vom nationalen Statistikamt veröffentlichten Zahlen zufolge stiegen die Lebensmittelpreise um 11,7 Prozent. Dafür wurden unter anderem Dürre und andere Naturkatastrophen sowie eine steigende Nachfrage verantwortlich gemacht. Um dem Inflationstrend entgegenzuwirken, hat Peking seit Oktober vier Mal die Zinsen erhöht. Die anziehende Inflation gilt als starker Hinweis, dass die chinesische Notenbank ihren restriktiven Kurs fortsetzen wird.

Die Industrieproduktion legte im Mai unterdessen um 13,3 Prozent zum Vorjahr zu und damit in etwa wie erwartet. Trotz des deutlichen Wachstums liegt die Rate so niedrig wie zuletzt im November 2010.

Das etwas schwächere Wachstum dürfte jedoch im Sinn der Notenbank sein, die mit ihrer strafferen Geldpolitik nicht nur die Inflation begrenzen, sondern auch eine Überhitzung der Wirtschaft vermeiden will.

nis/dapd/dpa-afx

Mehr lesen über

Verwandte Artikel

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.