Libyen Gaddafi setzt Luftangriffe fort - G8 diskutieren Flugverbotzone

In Libyen setzen Regierungstruppen ihre Luftangriffe auf die Rebellen im Osten des Landes fort. Die Außenminister der G8 diskutieren heute erneut über eine Flugverbotszone. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nation kommt heute zu einer Sondersitzung zum Thema Libyen zusammen.
Brennende Öl-Raffinerie bei Ras Lanuf: Regierungstruppen rücken gegen Rebellen vor

Brennende Öl-Raffinerie bei Ras Lanuf: Regierungstruppen rücken gegen Rebellen vor

Foto: REUTERS

Paris - Die Hilfe für Japan und die Lage in Libyen werden Thema des Außenministertreffens der G8 sein, das am Montagabend in Paris beginnt. Die Teilnehmer, unter ihnen auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle, werden voraussichtlich weiter über eine Flugverbotszone für Libyen diskutieren, die international allmählich an Zustimmung gewinnt.

Frankreich hat derzeit die Präsidentschaft der G8 inne, zu denen die USA, Großbritannien, Russland, Kanada, Deutschland, Italien und Japan zählen. Frankreichs Ministerpräsident Nicolas Sarkozy hatte sich bereits für Schritte gegen Libyens Diktator stark gemacht.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird sich vermutlich an diesem Montag in einer Sondersitzung mit der Krise in Libyen befassen.

Rebellen erobern Al-Brega zurück - neue Luftangriffe

Libysche Regierungstruppen starteten unterdessen neue Luftangriffe auf die von Rebellen kontrolliert Stadt Adschdabijah im Osten des Landes, wie Augenzeugen berichten.

Den libyschen Rebellen ist es offenbar gelungen, den Vormarsch der Gaddafi-Truppen im Osten des Landes aufzuhalten. Die Regimegegner erklärten am Montag, sie hätten die Stadt Al-Brega in der Nacht zurückerobert und dabei Dutzende von Soldaten der Truppen von Staatschef Muammar al-Gaddafi gefangen genommen. Am Morgen sei dann die weiter östlich gelegene Stadt Adschdabija von den Regierungstruppen bombardiert worden. Die Einheiten von Gaddafi hatten am Wochenende erst die Ortschaft Ras Lanuf und dann Al-Brega eingenommen.

Ölpreise geben nach

Die Sorge vor einer deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Japan hat die Ölpreise am Montag unter Druck gehalten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen im asiatischen Handel 112,06 US-Dollar und damit 1,78 Dollar weniger als am Freitag. Ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) büßte 1,34 Dollar auf 99,82 Dollar ein.

Händler begründeten die sinkenden Notierungen mit den befürchteten Folgen des Erdbebens und des Tsunamis vom Freitag auf die Wirtschaft der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt. Insbesondere die Unsicherheit über die Lage der Atomkraftwerke sorge für Unruhe. Darüber hinaus schwelt allerdings auch der Konflikt in der Krisenregion Nordafrika weiter.

la/dpa/reuters
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