Auswärtiges Amt Verschärfte Reisehinweise für Tunesien und Jemen

Das Außenministerium rät nach den jüngsten Unruhen wieder von Reisen nach Tunis ab. Touristen sollen sich auf die Badeorte am Mittelmeer beschränken, für Jemen sprach das Auswärtige Amt eine Reisewarnung aus.
Soldaten in Tunis: Bei Straßenkämpfen starben am Wochenende fünf Menschen

Soldaten in Tunis: Bei Straßenkämpfen starben am Wochenende fünf Menschen

Foto: FETHI BELAID/ AFP

Berlin - Nach neuen Unruhen in den vergangenen Tagen mit mehreren Toten hat das Auswärtige Amt seinen Reisehinweis für Tunesien wieder verschärft. Das Ministerium in Berlin rät nun von Reisen in die Hauptstadt Tunis wieder ab.

Touristen sollten sich in dem nordafrikanischen Land "bis auf Weiteres" auf die Badeorte am Mittelmeer und die Insel Djerba beschränken. Den Rest des Landes sollten Urlauber derzeit meiden. Auch für die Badeorte wird empfohlen, die Hotels nur auf organisierten Touren zu verlassen.

Tausende Demonstranten hatten sich am Freitag und Samstag in der Innenstadt von Tunis in massive Straßenkämpfe mit Spezialkräften geliefert. Die Protestierenden warfen große Steine und Flaschen in Richtung der Sicherheitskräfte vor dem Innenministerium, die Beamten setzten Tränengas ein. Nach Behördenangaben vom Sonntag kamen seit Freitag mindestens fünf Menschen ums Leben.

Reisewarnung für Jemen

Wegen der unruhigen Lagen in Jemen sprach das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für das Land aus. Die Situation spitze sich durch die Demonstrationen zu, die teils auch in Gewalt ausuferten, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Bei landesweiten Protesten gegen die jemenitische Regierung seien in den vergangenen Tagen mehrere Menschen ums Leben gekommen. "Wir verfolgen die Situation in Jemen mit sehr großer Sorge", sagte ein Sprecher des Amts. Man habe sich daher für eine Reisewarnung für den ganzen Jemen mit sofortiger Wirkung entschieden.

Das Auswärtige Amt verwies zugleich auf weiter drohende Piratenangriffe vor der Küste sowie erhebliche Risiken durch terroristische Anschläge, Entführungen und Stammeskonflikte.

sto/dpa/dapd/reuters
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