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Proteste im ganzen Land: Gaddafis Regime wankt

Foto: ASMAA WAGUIH/ REUTERS

Revolte Deutschland prüft EU-Sanktionen gegen Libyen

Deutschland prüft mit seinen EU-Partnern verschiedene Optionen für Sanktionen gegen Libyen. Die EU-Kommission hat unterdessen einen Einsatz gestartet, um rund 10.000 EU-Bürger außer Landes zu bringen.

13.00 Uhr: Deutschland prüft nach Angaben eines Regierungssprechers mit seinen EU-Partnern verschiedene Optionen für Sanktionen gegen Libyen. Die Gaddafi-Regierung habe jede Legitimität verloren, sagt der Sprecher auf einer Pressekonferenz in Berlin. Die Beratungen über Sanktionen befänden sich aber noch im Anfangsstadium.

12.24 Uhr: Die EU-Kommission teilt mit, ein Einsatz sei gestartet worden, um rund 10.000 EU-Bürger aus Libyen außer Landes zu bringen. Zugleich verurteilte die Kommission die Gewaltanwendung in dem nordafrikanischen Land. Über weitere mögliche Maßnahmen wollen die EU-Botschafter im Laufe des Tages beraten, heißt es.

11.53 Uhr: Ein türkischer Arbeiter ist einem Medienbericht zufolge in Libyen erschossen: worden. Der Vorfall habe sich in der Nähe von Tripolis ereignet, berichtet ein türkischer Fernsehsender.

10.45 Uhr: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will die EU zu schnellen und konkreten Sanktionen gegen die Verantwortlichen der Gewalt in Libyen auffordern. Er strebe ein Aussetzen der Wirtschafts-, Handels- und Finanzbeziehungen zu dem nordafrikanischen Land an, sagt er.

10.08 Uhr: Die internationale Gemeinschaft zieht nach den Worten des wichtigsten diplomatischen Beraters von Frankreichs Präsident Sarkozy eine Militärintervention in Libyen nicht in Betracht. Über Sanktionen seitens Europas müsse aber nachgedacht werden, sagt Jean-David Levitte auf einer Pressekonferenz in Paris. Dazu zählten Reiseverbote und das Einfrieren von Vermögen.

09.02 Uhr: Ein hochrangiger Berater von Gaddafis Sohn Saif al-Islam tritt von seinem Posten zurück. Er habe sich aus Protest gegen die Gewalt in seinem Land zu diesem Schritt entschlossen, schreibt der Berater Jussef Sawani in einer SMS an einen Reuters-Korrespondenten. Sawani war bislang der Direktor der Gaddafi-Stiftung, über die Saif seinen politischen Einfluss maßgeblich geltend macht.

la/reuters
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