US-Börsenaufsicht Entmachtung der Ratingagenturen beginnt

Die US-Börsenaufsicht hat den Startschuss für eine erste Entmachtung der Ratingagenturen gegeben. Der zuständige Ausschuss stimmte einhellig dafür, eine Reihe von Wertpapieren von der Pflicht zu einer Bewertung der Risiken durch die Agenturen zu befreien.
Fitch Ratings in New York: Die Agentur gehört gemeinsam mit S&P und Moody´s zu den wichtigsten Playern der Branche - durch die Finanzkrise hat ihr Ruf jedoch gelitten

Fitch Ratings in New York: Die Agentur gehört gemeinsam mit S&P und Moody´s zu den wichtigsten Playern der Branche - durch die Finanzkrise hat ihr Ruf jedoch gelitten

Foto: DPA

New York - Die Aufsicht folgt damit den Vorgaben der US-Finanzreform und der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20). Ratings für die Kreditwürdigkeit eines Anleihe-Emittenten sollen dabei helfen, das Risiko einer Investition einzuschätzen.

In der Finanzkrise stellte sich jedoch heraus, dass Agenturen wie Moody's, Standard & Poor's oder Fitch hochriskante Finanzprodukte zu positiv bewertet hatten. Seither bemühen sich die Staaten, die Abhängigkeit davon zu verringern.

Die Branche dürfte unter den neuen Vorgaben aber kaum leiden, schätzen Beobachter. Da Investoren einen Vergleichsmaßstab bräuchten, würden sie weiterhin auf die Bewertungen der Agenturen zurückgreifen.

la/reuters
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