US-Arbeitslosigkeit Notenbankchef in Sorge um sozialen Frieden

Ben Bernanke hat vor den Folgen einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit in seinem Land gewarnt. Nach Ansicht des Chefs der US-Notenbank drohen "sehr ernsthafte ökonomische und soziale Konsequenzen", wenn sich an der Situation nichts ändert.
"Ernste soziale Konsequenzen": Fed-Chef Bernanke warnt vor anhaltend hoher Arbeitslosigkeit

"Ernste soziale Konsequenzen": Fed-Chef Bernanke warnt vor anhaltend hoher Arbeitslosigkeit

Foto: KEVIN LAMARQUE/ REUTERS

Hamburg - Sollte die Arbeitslosigkeit auf dem aktuellen Niveau bleiben, werde dies zu "sehr ernsthaften ökonomischen und sozialen Konsequenzen" führen, sagte Bernanke am Dienstag (Ortszeit) auf einer Veranstaltung der Universität von Ohio.

Betriebe und private Haushalte zögerten mit Investitionen und Konsum, weil sie über ihre künftigen Einkommen unsicher seien. "Neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren, ist daher von unglaublicher Bedeutung", mahnte Bernanke.

Zur Geldpolitik äußerte er sich nicht konkret. Nach der Rezession wächst die US-Wirtschaft zwar wieder, aber die Arbeitslosigkeit verharrt bei für die Vereinigten Staaten ungewöhnlich hohen knapp 10 Prozent. Dies hatte maßgeblich zu den Verlusten der Demokraten von Präsident Barack Obama bei der Kongresswahl Anfang November beigetragen.

Um die Konjunktur anzukurbeln, hatte die US-Notenbank (Fed) zuletzt weitere Geldspritzen von 600 Milliarden Dollar beschlossen. Dies soll die Wirtschaft mit billigem Geld versorgen und damit Investitionsanreize schaffen.

cr/reuters
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