"Sehr schlecht für Amerika" Trump legt gegen Deutschland nach

Morgen-Tweet gegen Merkel: Nach der Kritik der Kanzlerin an den USA nimmt Trump erneut die deutsche Wirtschaft ins Visier. Der deutsche Handelsüberschuss schade den Vereinigten Staaten - aber das werde sich bald ändern.
America alone: Donald Trump

America alone: Donald Trump

Foto: Michael Kappeler/ dpa

Donald Trump bleibt dabei: Der US-Präsident hat seine harsche Kritik an Deutschlands Handels- und Verteidigungspolitik erneuert. Diese sei "sehr schlecht" für die Vereinigten Staaten, aber das werde sich ändern.

Wie so oft schickte Trump seine Botschaft via Kurznachricht auf Twitter in die Welt, um kurz nach sieben Uhr morgens Ortszeit. Wörtlich schrieb er. "Wir haben ein gewaltiges Handelsdefizit mit Deutschland, und sie zahlen viel weniger für die Nato und das Militär. Sehr schlecht für die Vereinigten Staaten. Das wird sich ändern."

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Trumps Europareise hatte für große Verstimmung in Berlin gesorgt. Bei einem Treffen mit der EU-Spitze in Brüssel hatte sich der US-Präsident in drastischem Ton über Deutschland beschwert. Mit Blick auf den deutschen Handelsüberschuss sagte Trump wörtlich: "The Germans are bad, very bad".  Und weiter: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen."

Beim anschließenden G7-Gipfel sperrte sich Trump dann gegen einen Kompromiss zum Klimaschutz. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich daraufhin ungewohnt negativ zum traditionell engen Verhältnis zwischen Deutschland und Amerika. "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei. Das habe ich in den letzten Tagen erlebt", sagte Merkel bei einem Wahlkampfauftritt in München .

Auch der SPD-Fraktionschef äußerte sich am frühen Nachmittag zu Trumps Tweet. Der US-Präsident mache deutlich, dass er Deutschland als politischen Gegner sehe, sagte Thomas Oppermann.

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