Steigende Zinsen 2022 US-Notenbank Fed plant drei Zinserhöhungen

Drei Zinsschritte im kommenden Jahr: Die US-Notenbank Federal Reserve skizziert in ihrem Ausblick drei Zinserhöhungen im Jahr 2022. Das ist mehr als bislang erwartet. Die Fed rechnet zudem mit einer höheren Inflation.
Fed-Chef Jerome Powell: Die Inflation im Blick

Fed-Chef Jerome Powell: Die Inflation im Blick

Foto: DREW ANGERER / AFP

Die US-Notenbank Federal Reserve könnte ihre Leitzinsen rascher anheben als bisher erwartet. Für das kommende Jahr 2022 rechnen die Notenbanker mit insgesamt drei Zinsschritten um jeweils 0,25 Prozentpunkte, wie aus neuen Prognosen der Fed vom Mittwoch hervorgeht. Bisher wurde lediglich eine Zins-Anhebung angedeutet.

Im Jahr 2023 könnten laut den Projektionen weitere drei Zinsanhebungen folgen, zwei weitere Anhebungen sind für 2024 prognostiziert. Die Prognosen der Fed sind Ergebnis der Erwartungen der einzelnen Notenbanker im geldpolitischen Ausschuss FOMC.

Wachstumsprognose für 2021 nochmals gesenkt, Inflationserwartung für 2022 erhöht

Die US-Notenbank hat zudem ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr nochmals gesenkt. Im September war die Zentralbank noch von einem Plus von 5,9 Prozent ausgegangen, nun erwartet sie ein Wachstum von 5,5 Prozent, wie die am Mittwoch veröffentlichten Prognosen der Fed zeigten. Im Juni hatte die Notenbank für die weltgrößte Volkswirtschaft noch mit einem Wachstum von 7 Prozent gerechnet. Für 2022 rechnet die Notenbank nun mit einem Wachstum von 4 Prozent.

Die Zentralbank korrigierte zudem ihre Inflationserwartung erneut nach oben. Für 2022 rechnet die Fed nun mit einer Teuerungsrate für die Verbraucher von 5,3 Prozent. Im September war sie noch von 4,2 Prozent ausgegangen. Für 2022 rechnet die Fed mit einer Inflationsrate von 2,6 Prozent, 0,4 Prozentpunkte mehr als noch in der September-Prognose. Mittelfristig strebt die Zentralbank eine durchschnittliche Inflationsrate von rund 2 Prozent an.

Die Prognose für die Arbeitslosenquote zum Jahresende senkten die Notenbanker von zuletzt 4,8 Prozent auf nunmehr 4,3 Prozent, was die anhaltende Erholung am Arbeitsmarkt reflektiert. Viele Firmen klagen bereits über einen Mangel an Arbeitskräften. Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise hatte die Quote fast 15 Prozent erreicht. Vor der Pandemie lag die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent, dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten.

la/dpa
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