Regierung erwartet bislang Minus von 6,3 Prozent Altmaier hält noch schlimmeren Konjunktureinbruch für möglich

Virtuelle Pressekonferenz: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Virtuelle Pressekonferenz: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Foto: Michael Kappeler/dpa

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält einen noch stärkeren Konjunktureinbruch in diesem Jahr für möglich als bislang vorhergesagt. "Ich schließe nicht aus, dass es mehr wird, auch bei uns", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin. Bislang geht die Regierung davon aus, dass die Wirtschaftsleistung 2020 um 6,3 Prozent schrumpfen wird. Das wäre das größte Minus der Nachkriegszeit. Hauptgrund dafür ist die Coronavirus-Pandemie, die weite Teile der Wirtschaft über Monate lahmgelegt hat.

Frankreich hat seine Prognose gerade nach unten korrigiert. Finanzminister Bruno Le Maire geht mittlerweile von einem Minus von elf Prozent aus - statt bisher von acht Prozent.

Um die Konjunktur wieder anzukurbeln, verhandeln CDU/CSU und SPD aktuell über ein milliardenschweres Maßnahmenpaket. Die Bundesregierung will dabei laut Altmaier auch Akzente für eine stärkere Digitalisierung setzen. Manches werde aber am Mittwoch womöglich noch nicht bis ins letzte Detail geregelt sein, sagt der CDU-Politiker bei einer Veranstaltung des IT-Verbandes Bitkom. Die Regierung werde dann Schritt für Schritt vorgehen.

luk / Reuters
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