Freitag, 19. April 2019

Russische Wirtschaftskrise Medwedew warnt vor schwerer Rezession

Premierminister Medwedew: Angst vor einem Abschwung

Die Lage der russischen Wirtschaft ist besorgniserregend, das bestätigt jetzt auch die Regierung. Premierminister Medwedew zufolge droht dem Land eine tiefe Rezession.

Moskau - Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat vor einem Abschwung in seinem Land gewarnt. Russland drohe eine schwere Rezession, zitierte die Nachrichtenagentur RIA Medwedew.

Die russische Wirtschaft leidet unter den internationalen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise sowie unter dem massiven Rückgang des Ölpreises. Die Landeswährung Rubel verlor zwischenzeitlich mehr als 20 Prozent ihres Wertes. Dank diverser Stützungsmaßnahmen der Zentralbank hat der Rubel sich inzwischen wieder stabilisiert. Dollar und Euro verloren am Dienstag gegenüber der russischen Währung mehr als fünf Prozent.

Bekämpft wird die Währungskrise offenbar auch mit Hilfe von Staatskonzernen. Einem Bericht der Zeitung "Kommersant" zufolge hat Medwedew die Konzerne per Dekret angewiesen, einen Teil ihrer ausländischen Geldreserven zu verkaufen.

In den kommenden zwei Monaten könnten die Unternehmen auf diese Weise insgesamt etwa eine Milliarde Dollar pro Tag in den Markt pumpen, hieß es. Betroffen von der Anweisung seien unter anderem die Energiekonzerne Gazprom Börsen-Chart zeigen und Rosneft Börsen-Chart zeigen.

ts/dab/rtr

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