Dienstag, 19. November 2019

Neue Argumente für die EZB Inflationsrate in Deutschland fällt auf 1,4 Prozent

Vor allem niedrigere Preise für Benzin und Heizöl haben die Inflationsrate im August gedrückt.
Sean Gallup/ Getty Images
Vor allem niedrigere Preise für Benzin und Heizöl haben die Inflationsrate im August gedrückt.

Billigeres Tanken hat die Inflation in Deutschland im August gedrückt. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um durchschnittlich 1,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Im Juli hatte die Teuerungrate noch 1,7 Prozent betragen.

Mit dem neuen Wert liegt sie noch deutlicher unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig für die Euro-Zone knapp zwei Prozent als Idealwert für die Wirtschaft anstrebt.


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Die EZB hat wegen des aus ihrer Sicht zu geringen Preisauftriebs und wachsender Konjunktursorgen bereits die Weichen für erneute Lockerungsschritte ihrer Geldpolitik gestellt. Die Währungshüter verständigten sich darauf, eine Vielzahl von geldpolitischen Maßnahmen auszuloten, darunter Zinssenkungen und erneute Anleihenkäufe. Sie könnten am Nachmittag nach der EZB-Sitzung verkündet werden.

Ein wichtiger Grund für den Rückgang waren niedrigere Ölpreise. Kraftstoffe wie Benzin verbilligten sich dadurch um 3,3 Prozent, Heizöl wurde sogar 5,2 Prozent günstiger. Insgesamt zogen die Energiepreise nur noch um 0,6 Prozent zum Vorjahresmonat an (Juli: +2,4 Prozent).

Kraftstoffe und Heizöl günstiger, Nahrungsmittel teurer

Die Nahrungsmittelpreise legten hingegen mit 2,7 Prozent stärker zu als zuvor. Erheblich teurer war Gemüse, für das im Schnitt 12,8 Prozent mehr verlangt wurde. Fleisch und Fleischwaren kosteten 4,3 Prozent mehr, bei Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten lag das Plus bei 4,0 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich im vergangenen Monat um 1,6 Prozent.

rei/dpa

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