Donnerstag, 14. November 2019

GfK-Studie Deutsche bleiben zu Weihnachten spendabel

Adventsshopping: Unter deutschen Weihnachtsbäumen finden sich auch 2014 eine Menge Geschenke

Das Geld sitzt locker: 285 Euro will jeder Deutsche durchschnittlich in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben - nur 3 Euro weniger als 2013. Steigende Löhne machten die Deutschen spendabel, teilten GfK-Konsumforscher mit. Bei den Geschenken bleiben Dauerbrenner gefragt.

Frankfurt am Main - Unter den Weihnachtsbäumen werden sich hierzulande auch in diesem Jahr eine Menge Geschenke türmen. Denn die Deutschen bleiben bei der Bescherung großzügig, allerdings nicht ganz so spendabel wie im Jahr zuvor, ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage der GfK-Konsumforscher.

Im Schnitt wollen sie diesmal 285 Euro für Geschenke ausgeben und damit drei Euro weniger als im vorigen Jahr. "Das Niveau ist aber unverändert hoch", bemerkt die GfK. Die Dauerbrenner sind Bücher, Spielwaren und Kleidung - aber auch Bargeld oder Gutscheine bleiben angesagt. In der Gunst der Verbraucher gestiegen sind Lebensmittel und Getränke, CDs, DVDs und Blu-rays fielen hingegen etwas ab.

Insgesamt könne der Handel auf Umsätze von rund 15 Milliarden Euro mit Weihnachtsgeschenken hoffen, ein Minus zum Vorjahr von einem Prozent. Das Weihnachtsgeschäft - also die Umsätze im November und Dezember - ist für den Einzelhandel immens wichtig. Der Branchenverband HDE rechnet hier 2014 mit Rekordeinnahmen von 85,5 Milliarden Euro. Das wären 1,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Steigende Löhne und niedrige Zinsen treiben Konsumlaune an

Das Geld der Konsumenten sitzt vor allem wegen der wachsenden Beschäftigung, steigenden Löhne und niedrigen Zinsen locker. Allerdings verunsichern laut GfK die vielen internationalen Krisen und die Konjunkturabkühlung im Euro-Raum die Verbraucher zunehmend.

Rund 43 Prozent der Befragten wollen der GfK-Studie zufolge Lesestoff zu Weihnachten verschenken und dafür 39 Euro ausgeben. Jeweils rund ein Drittel der Deutschen greifen zu Spielzeug oder Kleidung und zücken dafür im Schnitt 80 Euro beziehungsweise 85 Euro. "Um bei der Wahl des Geschenks nicht daneben zu greifen, verschenken die Deutschen auch gerne wieder Bargeld", erläuterte GfK-Handelsexperte Wolfgang Adlwarth. "Insgesamt werden die Bargeschenke ein Volumen von 3,4 Milliarden Euro umfassen."

Immer beliebter wird das Shoppen per Mausklick: Rund 51 Prozent der Deutschen wollen zumindest ein Geschenk im Internet kaufen. Spitzenreiter bei den Präsenten aus dem Internet sind Abos und Veranstaltungstickets.

Bei den Jüngeren ist die Spendierlaune gestiegen: im Schnitt wollen die 14- bis 24-Jährigen 135 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben und damit 13 Euro mehr als im Vorjahr. Bei den 25- bis 34-Jährigen wird das Budget hingegen um 24 Euro auf 230 Euro gekürzt. Am weitesten öffnen nach wie vor die Senioren ihren Geldbeutel: sie legen ihren Lieben Gaben für im Schnitt 356 Euro unter den Baum.

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