Freitag, 22. November 2019

Folge der Sanktionen Deutsche Russland-Exporte brechen drastisch ein

Deutsche Unternehmen liefern immer weniger Waren nach Russland aus. Die im Sommer in Kraft getretenen Sanktionen haben die Entwicklung noch deutlich beschleunigt

Der Konflikt um die Ukraine schlägt massiv auf die deutschen Exporte nach Russland durch. In den ersten acht Monaten fielen sie um rund 17 Prozent. Im August, als die Sanktionen in Kraft traten, gar um 26,3 Prozent.

Wiesbaden - Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland treffen den deutschen Außenhandel zunehmend. Im August, dem Monat, ab dem die Sanktionen in Kraft traten, sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 26,3 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mit.

Von Januar bis August gingen die Ausfuhren demnach um 16,6 Prozent zurück. Dies sei der stärkste Einbruch seit der Finanzkrise 2009. Die Ausfuhren in den ersten acht Monaten entsprachen einem Wert von 20,3 Milliarden Euro.

In der Rangliste der wichtigsten deutschen Exportländer rutschte Russland nach Angaben des Statistikamts auf Platz 13 ab. Im Vorjahr habe das Land noch Rang elf belegt.

Aufgrund der schwachen Konjunktur hatten sich die deutschen Exporte nach Russland laut Statistischem Bundesamt bereits 2013 "überdurchschnittlich schwach" entwickelt. In den Jahren zuvor hatten die Ausfuhren dagegen Steigerungsraten um bis zu 30 Prozent erreicht.

Wegen des Ukraine-Konflikts haben die Europäische Union, die USA sowie weitere westliche Staaten Russland mit Sanktionen belegt. Betroffen sind beispielsweise Finanzgeschäfte, Rüstungsgüter und Technologie für den Energiesektor.

Die Strafmaßnahmen setzten der russischen Wirtschaft in den vergangenen Monaten bereits stark zu. Der russische Rubel fiel am Dienstag mit 54 Rubel für einen Euro auf ein neues Rekordtief.

rei/afp/dpa

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