Konjunktur US-Verbrauchervertrauen auf Fünfjahreshoch

Mit seiner Ankündigung, schrittweise aus der Politik des billigen Geldes auszusteigen, hat Fed-Chef Ben Bernanke einen Kursrutsch ausgelöst. Die jüngsten Konjunkturdaten geben ihm jedoch Recht: Die US-Wirtschaft erholt sich zusehends.
Fed-Chef Ben Bernanke: Anleihekäufe können kein Dauerzustand sein

Fed-Chef Ben Bernanke: Anleihekäufe können kein Dauerzustand sein

Foto: © Jonathan Ernst / Reuters/ REUTERS

New York - Die Signale für eine dauerhafte Erholung der US-Konjunktur mehren sich. Am Dienstag signalisierten gleich drei US-Konjunkturindikatoren eine Erholung: Damit erhalten Vertreter der US-Notenbank Rückdeckung, die einen schrittweisen Ausstieg aus dem Krisenprogramm der Fed fordern.

So hat sich in den USA die Stimmung der Konsumenten deutlich aufgehellt. Das Verbrauchervertrauen stieg von Mai auf Juni um 7,1 Punkte auf 81,4 Zähler. Damit liegt der Indikator so hoch wie zuletzt Anfang 2008. Die Markterwartungen wurden klar übertroffen.

In den USA sind außerdem die Verkäufe neuer Häuser im Mai deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat sei die Zahl um 2,1 Prozent auf 476.000 Häuser geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten nur mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 460.000 Häusern gerechnet. Zudem fiel der Anstieg im Vormonat wesentlich stärker aus als zunächst berechnet. Im April hatten die Verkäufe um revidierte 3,3 Prozent (ursprünglich: 2,3 Prozent) zugelegt.

Drittens lagen auch die Auftragseingänge in der US-Industrie über den Erwartungen. Der Auftragseingang für langlebige Güter wuchs im Mai überraschend kräftig um 3,6 Prozent. Experten hatten nur mit einem Plus von 3,0 Prozent gerechnet.

la/dpa-afx/reuters

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