Samstag, 21. September 2019

Ifo-Umfrage Euro-Krise trübt Wirtschaftsstimmung

Maschinenbauer am Werk: Die Stimmung in der Wirtschaft verschlechtert sich europaweit

Schlechte Stimmung in Europa: Der Ifo-Index für das Wirtschaftsklima ist nach zwei Anstiegen in Folge wieder gesunken. Er liegt weit unter dem langjährigen Durchschnitt - die Aussichten auf Besserung sind gering.

München - Kaum Hoffnung für die schuldengeplagten Krisenländer: Das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone hat sich nach zwei Anstiegen in Folge im dritten Quartal 2012 wieder verschlechtert, wie das Münchener Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. Der entsprechende Index, der auf der Befragung von 274 Experten im Juli basiert, brach auf 88,9 Punkte ein, nachdem es im zweiten Quartal noch 100,3 Zähler waren.

Der Durchschnitt der Jahre 1996 bis 2011 von 109 Punkten wird damit noch deutlicher unterschritten. "Es wird nicht mehr damit gerechnet, dass sich die Wirtschaft in den kommenden sechs Monaten erholt", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen hätten stark nachgegeben. "Die wieder aufflammende Schuldenkrise setzt der Konjunktur im Euro-Raum zu."

Die aktuelle Lage wird in Griechenland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern unverändert auf Rezessionsniveau gesehen. "In Belgien, Frankreich, Irland, den Niederlanden und Slowenien wird die wirtschaftliche Lage nur wenig besser beurteilt", so das Ifo-Institut. In Deutschland, Estland und Finnland werde die Lage insgesamt positiver eingeschätzt, aber schlechter als noch im Frühjahr.

Beim Ausblick sieht es ebenfalls mau aus: Nur in Irland und den Niederlanden sind die Erwartungen merklich gestiegen. Ansonsten haben sich die Experten pessimistischer geäußert.

cr/rtr

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