Sonntag, 16. Juni 2019

Hohe Nachfrage Starker Jahresauftakt für Handwerker

Beste Voraussetzungen: Niedrige Zinsen, steigende Einkommen und ein robuster Arbeitsmarkt stützen die Handwerkerbranche

Die deutschen Handwerksfirmen sind so gut wie seit 20 Jahren nicht mehr in das neue Jahr gestartet. Das Niveau des Boomjahrs 2011 werden die Unternehmen aber wohl nicht erreichen.

Berlin - Der Umsatz werde in diesem Jahr voraussichtlich um mindestens 2,5 Prozent steigen, teilte der Dachverband ZDH mit. Zudem sollen 25.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

"Die hohe Dynamik des Boomjahres 2011 wird dabei nicht ganz erreicht", sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Im vorigen Jahr hatte die Branche ihren Umsatz um knapp 7 Prozent gesteigert und bereits rund 25.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Der Start ins neue Jahr lief für die meisten Betriebe positiv. Es war das beste erste Quartal seit Beginn der ZDH-Umfrage 1992. Rund 86 Prozent der Unternehmen bezeichneten ihre Lage als gut oder befriedigend. "Treibende Kräfte sind die Baunachfrage, gewerbliche Aufträge und der private Konsum", betonte Schwannecke. Für Schub sorgten auch niedrige Zinsen, der robuste Arbeitsmarkt und steigende Einkommen.

Die gesamte Wirtschaftskraft war Ende 2011 erstmals seit fast drei Jahren geschrumpft. Nach jüngsten Daten gehen Experten davon aus, dass es Anfang 2012 wieder leichtes Wachstum gab und Deutschland damit den Rückfall in die Rezession vermieden haben könnte. Für das Gesamtjahr erwarten Ökonomen einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von rund einem Prozent, nach 3 Prozent in 2011.

mg/rtr

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