Mittwoch, 16. Oktober 2019

Nach Rekordbilanz 2011 Exportboom setzt sich fort

Ab aufs Schiff: Deutsche Autos waren im Ausland im vergangenen Jahr sehr gefragt, hiesige Autobauer legten Rekordbilanzen vor

Der Außenhandelsboom setzt sich auch im neuen Jahr fort: Nachdem die Exporte 2011 erstmals die Umsatzmarke von einer Billion Euro geknackt haben, sind die Ausfuhren auch im Januar überraschend stark gestiegen. Zu verdanken haben die Firmen dies vor allem den Nicht-Euro-Ländern.

Berlin - Die deutschen Exporte sind im Januar überraschend deutlich gestiegen. Sie legten im Vergleich zum Vormonat um 2,3 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt mit. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 1,6 Prozent gerechnet. Im Dezember waren die Ausfuhren noch mit einem Minus von 4,4 Prozent so stark eingebrochen wie seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Januar 2009 nicht mehr.

Die Exporteure verkauften Waren im Wert von 85,9 Milliarden Euro ins Ausland. Das waren 9,3 Prozent mehr als im Januar 2011. Dafür sorgte die starke Nachfrage aus Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören. Die Exporte in diese Region stiegen um 15,4 Prozent und damit mehr als dreimal so stark wie die in die Euro-Länder zu.

Die Importe stiegen zu Jahresbeginn im Vergleich zum Vormonat um 2,4 Prozent. Hier hatten Analysten ein Plus von 1,4 Prozent vorausgesagt. Insgesamt wurden Waren im Wert von 72,8 Milliarden Euro eingeführt - 6,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Handelsbilanz - die Differenz zwischen Exporten und Importen - wies einen kalender- und saisonbereinigten Überschuss von 14,2 Milliarden Euro auf.

Im vergangenen Jahr waren die Exporteure in neue Dimensionen vorgestoßen: Erstmals wurde die Umsatzmarke von einer Billion Eurogeknackt. Für dieses Jahr rechnet der Branchenverband BGA wegen der Schuldenkrise und der schwächeren Weltkonjunktur mit einem Wachstum von etwa 6 Prozent. Das wäre nur etwa halb so viel wie 2011.

mg/rtr

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