Dienstag, 23. Juli 2019

Wirtschaftskrise Spanien fällt in die Rezession zurück

Bauruine in Madrid: Spanien hat bereits viele Reformen auf den Weg gebracht, aber das Land steht erneut vor einer Rezession

Erst im vergangenen Jahr hatte sich Spanien von einer zweijährigen Rezession erholt. Nun holt die Wirtschaftskrise das Land erneut ein. Die Regierung sagt für das laufende und das kommende Quartal eine schrumpfende Wirtschaftsleistung voraus.

Madrid - Die spanische Wirtschaft fällt in die Rezession zurück. Dies gab die neue Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy am Montag bekannt. Wirtschaftsminister Luis de Guindos sagte, die Wirtschaftskraft des Landes werde sowohl im viertel Quartal 2011 als auch in den ersten drei Monaten 2012 schrumpfen.

Der Minister vermied das Wort "Rezession" und sprach stattdessen von einem "negativen Wachstum".

Für das vierte Quartal dieses Jahres werde ein Rückgang der Wirtschaftsleistung im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um 0,2 oder 0,3 Prozent erwartet. Für den Anfang des kommenden Jahres gehe die Regierung erneut von einem Schrumpfen der Wirtschaftskraft aus. Von einer Rezession spricht man, wenn die wirtschaftliche Leistung eines Landes in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen zurückgeht.

Erst im vergangenen Jahr hatte sich Spanien von einer zweijährigen Rezession erholt. In den ersten beiden Quartalen 2011 verbuchte das Land ein Wachstum, im dritten ein Nullwachstum. Am Donnerstag hatte de Guindos erklärt, er sei zuversichtlich, dass Spanien die schwere Wirtschaftskrise überwinde. Er ist seit vergangener Woche im Amt.

rei/dpa/dapd

© manager magazin 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung