Trotz Konjunktursorgen Industrie hält an Exportprognose fest

Die schwächelnde Weltkonjunktur macht sich bereits im deutschen Außenhandel bemerkbar. Die deutsche Industrie bleibt für 2011 dennoch bei ihrer Prognose und erwartet weiterhin ein Exportplus von 11 Prozent. Ihre Hoffnung ruht vor allem auf dem Wachstum der Schwellenländer.
Containerverladung im Hamburger Hafen: Die Exporte werden nach Meinung des BDI 2011 zweistellig zulegen

Containerverladung im Hamburger Hafen: Die Exporte werden nach Meinung des BDI 2011 zweistellig zulegen

Foto: Maurizio Gambarini/ picture-alliance/ dpa

Hamburg - Die deutsche Industrie rechnet dank der starken Nachfrage aus Schwellenländern nach Produkten "made in Germany" trotz der Finanzkrise mit einem kräftigen Exportanstieg in diesem Jahr.

Zwar seien aus den USA und Europa keine größeren Impulse zu erwarten, erklärte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) am Sonntag in seinem vierteljährlichen Außenwirtschaftsreport. Dennoch rechne die deutsche Industrie in diesem Jahr mit einem Exportplus von 11 Prozent. "Damit bestätigen wir trotz der gegenwärtigen Finanzmarktsituation unsere Prognose vom Frühjahr", erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber.

Aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten für die Weltwirtschaft geht der BDI jedoch von einer nachlassenden Dynamik aus. Im ersten Halbjahr waren die deutschen Exporte um mehr als 15 Prozent gestiegen. "Unterm Strich wachsen die Ausfuhren deutscher Unternehmen stärker als der Welthandel, so dass der Weltmarktanteil von Produkten made in Germany weiter zunimmt", betonte Kerber.

Die Konjunkturabkühlung und die Euro-Schuldenkrise hatten nach einem starken ersten Halbjahr zuletzt immer stärker auf die deutschen Exporte durchgeschlagen. Im Juli sanken die Ausfuhren überraschend den zweiten Monat in Folge.

cr/dpa/rtr
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