Samstag, 25. Januar 2020

Verschärfte Lage EZB erwartet deutlichen Preisanstieg

Verliert schneller an Wert: Die Inflation im Euro-Raum legt zu

Die Europäische Zentralbank bereitet den Markt auf die erwartete Zinserhöhung im Juli vor. Vor allem steigende Energiepreise trieben die Inflation momentan deutlich an, schreiben die Währungshüter in ihrem Monatsbericht.

Frankfurt am Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) müht sich weiter im Kampf gegen die Inflation. Das Institut erwartet auch in den kommenden Monaten zusehends steigende Preise im Euro-Raum. "Die Risiken in Bezug auf die mittelfristigen Aussichten für die Preisentwicklung sind weiterhin nach oben gerichtet", schreiben die Währungshüter in ihrem am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht.

Grund seien dafür insbesondere steigende Energiepreise. Die Inflationsrate dürfte demnach auch in den kommenden Monaten deutlich über 2 Prozent liegen.

Die EZB strebt mittelfristig eine Rate von knapp unter 2 Prozent an. Im April war die Jahresteuerung aber auf 2,8 Prozent geklettert und im Mai nur leicht auf 2,7 Prozent zurückgegangen. Damit bleibt die Marke weit vom Ziel der EZB entfernt. Darauf wollen die Notenbanken reagieren.

EZB-Präsident Jean-Claude Strichet hat für Juli eine Erhöhung des Leitzins angedeutet. Im Juni hatten die Währungshüter den Zins unverändert bei 1,25 Prozent belassen.

nis/rtr

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