Muttertag Arbeit statt Frühstück am Bett

Am Sonntag ist Muttertag. Grund genug für das Statistische Bundesamt, einen Blick auf die Erwerbstätigkeit von Müttern an Sonn- und Feiertagen zu werfen. Das Ergebnis: Etwa jede vierte Mutter mit minderjährigen Kindern muss auf das Frühstück am Bett verzichten und arbeiten gehen.
Sonntagsarbeit: Wer beispielsweise beim Bäcker arbeitet, muss auch Sonntags arbeiten

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Foto: AP

Wiesbaden - Insgesamt 26 Prozent der erwerbstätigen Mütter mit minderjährigen Kindern haben im Jahr 2009 zumindest gelegentlich an Sonn- und Feiertagen gearbeitet. Das teilte das Statistische Bundesamt im Vorfeld des Muttertages mit.

Rund 12 Prozent davon mussten sogar ständig an Sonn- und Feiertagen ran. Fast die Hälfte (46 Prozent) tat dies zumindest gelegentlich, das heißt nur hin und wieder oder in unregelmäßigen Zeitabständen.

Im Vergleich zu 1996 hat die Sonn- und Feiertagsarbeit insgesamt zugenommen. So lag damals der Anteil der sonntags arbeitenden Mütter noch bei 20 Prozent, bei den Vätern bei 26 Prozent.

Von den erwerbstätigen Vätern mit Kindern unter 18 Jahren geht inzwischen fast jeder dritte (32 Prozent) an Sonn- und Feiertagen arbeiten, 13 Prozent davon ständig. Über die Hälfte der Väter (56 Prozent) tat dies zumindest gelegentlich.

Bei der Sonn- und Feiertagsarbeit unterscheiden sich Frauen und Männer, die keine Kinder im Haushalt betreuen, im Übrigen nur geringfügig von Müttern und Vätern mit Kindern unter 18 Jahren. Die anlässlich des Muttertages am Sonntag veröffentlichten Daten basieren auf dem Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

mg/afp
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