Dienstag, 18. Juni 2019

Aufschwung Starkes Auftragsplus für Maschinenbauer

Montage eine Schiffsantriebs: Der deutsche Maschinenbau hat wieder volle Fahrt aufgenommen

Für die deutschen Maschinenbauer ist die Krise endgültig vorbei, die Geschäfte laufen wieder rund. Der Branchenverband VDMA meldet für März ein sattes Auftragsplus von fast 20 Prozent. Und dabei spielt der Basiseffekt offenbar kaum noch eine Rolle.

Frankfurt am Main - Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat im ersten Quartal mehr Aufträge erhalten. Im März lag der Ordereingang um real 18 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Das Inlands- und das Auslandsgeschäft seien gleichermaßen um 18 Prozent gestiegen.

Von Januar bis März ergebe sich ein Plus von 32 Prozent im Vorjahresvergleich. Bei den Inlandsaufträgen habe der Zuwachs 35 Prozent und bei den Auslandsaufträgen 31 Prozent betragen.

Der März 2010 sei "der erste starke Ordermonat nach der Krise" gewesen, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Der sogenannte Basiseffekt extrem niedriger Vorjahreswerte spiele eine immer geringere Rolle, weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Aufschwung bereits bemerkbar gemacht habe.

Ein Beispiel: Der Anlagenbauer Dürr profitiert von der anziehenden Konjunktur im Maschinenbau und der ungebrochen starken Nachfrage der Autobauer. Im ersten Quartal 2011 fuhr der Lackieranlagenspezialist nach Steuern einen Gewinn von 1,8 Millionen Euro ein. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen noch einen Verlust von 10,4 Millionen Euro verbucht. Der Umsatz wuchs Angaben vom Dienstag zufolge um 55,7 Prozent auf 358,6 Millionen Euro. Dürr zog auch zahlreiche neue Aufträge an Land: Der Ordereingang legte um 53,8 Prozent auf 557 Millionen Euro zu.

cr/dapd/dpa-afx

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