Montag, 6. April 2020

Stellenangebote Eine Million Mitarbeiter gesucht

Regionale Unterschiede: In Westdeutschland werden weitaus mehr Mitarbeiter gesucht als in Ostdeutschland
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Regionale Unterschiede: In Westdeutschland werden weitaus mehr Mitarbeiter gesucht als in Ostdeutschland

Ende 2010 gab es in Deutschland rund 25 Prozent mehr offene Stellen als 2009. Vor allem in der Zeitarbeitsbranche und im Reinigungssektor werden dem IAB zufolge händeringend Mitarbeiter gesucht.

Nürnberg - Die Zahl der offenen Stellen sei im vierten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 996.200 gestiegen, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit. Das sei das Ergebnis einer Umfrage unter mehr als 15.000 Arbeitgebern.

Verglichen mit dem dritten Quartal 2010 betrug der Zuwachs 22 Prozent. Die meisten Mitarbeiter werden den IAB-Daten zufolge im Bereich Wirtschaftsdienstleistungen wie Zeitarbeit, Reinigungs- und Wachdienste sowie Callcenter gesucht, gefolgt von der Sparte "Handel, Reparatur" und dem Gesundheits- und Sozialwesen. Am geringsten ist dagegen die Nachfrage im Bereich Bergbau.

Von den neuen Jobs, die nur den ersten Arbeitsmarkt betreffen, wurden rund 850.000 aus West- und 150.000 aus Ostdeutschland gemeldet. Den starken regionalen Unterschied begründete IAB-Forscherin Anja Kettner mit der geringeren Exportabhängigkeit der Wirtschaft in den neuen Bundesländern. Dies habe zwar während der Wirtschaftskrise dazu geführt, dass dort weniger Arbeitsplätze verloren gegangen seien, trage nun aber dazu bei, dass durch die wirtschaftliche Erholung auch weniger neue Jobs entstünden.

mg/dapd

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