Winterproduktion Deutsche Bauindustrie schockgefrostet

Der Winter hat Deutschlands Wirtschaft im vergangenen Dezember kalt erwischt. Unter dem Strich rutschte die Produktion hart ins Minus, weil an vielen Baustellen nicht gearbeitet werden konnte. In den Werkshallen ging es aber weiter voran - und Experten rechnen deshalb mit schneller Besserung.
Kein Weiterkommen: Eistemperaturen haben hiesige Bauindustrie im Dezember gestoppt

Kein Weiterkommen: Eistemperaturen haben hiesige Bauindustrie im Dezember gestoppt

Foto: Corbis

Berlin - In Deutschland ist die Gesamtproduktion zum Jahresschluss durch das kalte Winterwetter überraschend deutlich gesunken. Auf Monatssicht fiel die Produktion im Dezember preis- und saisonbereinigt um 1,5 Prozent, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Im Vormonat war die Produktion nach revidierten Zahlen um 0,6 Prozent gefallen. Im Jahresvergleich ergibt sich für Dezember ein Produktionsplus von bereinigt 10,0 Prozent.

"Die Produktion im Produzierenden Gewerbe wurde zuletzt von der witterungsbedingt stark rückläufigen Erzeugung im Bauhauptgewerbe beeinträchtigt", kommentierte das Ministerium die Daten. In der konjunkturell maßgeblichen Industrie setze sich der Aufwärtstrend aber fort und behalte im Schlußquartal die Dynamik der Vorperiode. So steigerten die Produzenten von Investitionsgütern ihre Erzeugung im Dezember zum Vormonat um 3,3 Prozent.

Der Trend zeigt deshalb nach Einschätzung der Commerzbank trotz des Dämpfers im Dezember eindeutig weiter nach oben. Für Januar sei mit einem deutlichen Produktionsplus zu rechnen. "Um die heimische Industrie muss man sich im Moment zumindest keine Sorgen machen", glaubt auch die NordLB.

Das Dezemberergebnis im Überblick: Die Produktion in der Industrie hat sich im Dezember minus 0,1 Prozent auf Monatssicht kaum verändert , während sie im Bauhauptgewerbe witterungsbedingt um minus 24,1 Prozent einbrach.

Im Energiesektor stieg die Produktion um 0,3 Prozent. Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich stagnierte die Gesamtproduktion hierzulande dann auch nur. Dem Anstieg der Industrieproduktion von 0,7 Prozent stand ein Rückgang im Bauhauptgewerbe von 12,1 Prozent gegenüber.

kst/dpa
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