Hoher Auftragseingang Elektroindustrie auf Vorkrisenkurs

Deutschlands Elektroindustrie profitiert weiter von der Auslandsnachfrage. Im vergangenen November hievten sie die Orders der Branche hierzulande 40 Prozent über den Vorjahreswert. Jetzt rechnet die deutsche Elektroindustrie damit, die Krise im laufenden Jahr endgültig wettzumachen.
Elektroindustrie: Auftragsbestand weiterhin hoch

Elektroindustrie: Auftragsbestand weiterhin hoch

Foto: Hendrik Schmidt/ picture-alliance/ ZB

Frankfurt am Main - Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie sind im November 2010 deutlich gestiegen. Das Plus gegenüber dem Vorjahr betrug 25 Prozent, wie der Chefvolkswirt des Branchenverbands ZVEI, Andreas Gontermann, am Montag mitteilte. Dabei sei der Zuwachs bei den Auslandsbestellungen mit 40 Prozent nahezu viermal so stark ausgefallen wie bei den Inlandsbestellungen, die um 11 Prozent zugenommen hätten. Großaufträge hätten die Entwicklung erneut gestützt.

Zwischen Januar und November 2010 übertrafen die Auftragseingänge den Angaben zufolge ihr Vorjahresniveau um 24 Prozent. Die Inlands- und Auslandsorders seien dabei um 21 beziehungsweise 28 Prozent gestiegen.

Die Produktion der Elektrounternehmen lag laut ZVEI im November 16 Prozent und von Januar bis November 2010 13 Prozent über dem Vorjahr. Nach Schätzungen des Verbands dürfte sich das Produktionsplus 2010 insgesamt auf 12 Prozent belaufen. "Damit befindet sich der Branchenausstoß nur noch 10 Prozent unterhalb seines 2008er Vor-Krisen-Levels", sagte Gontermann. 2011 könnte der Rückgang in der Krise vollständig aufgeholt sein.

Die Umsätze stiegen den Angaben zufolge im November um 16 Prozent und im Zeitraum von Januar bis November um 15 Prozent.

kst/dpa
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