Inflation Energie und Lebensmittel treiben Preise

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im November vor allem wegen der Teuerung bei Energie und Nahrungsmitteln verstärkt. Die Verbraucherpreise lagen um 1,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Eine höhere Inflationsrate gab es zuletzt im Oktober 2008 mit 2,4 Prozent.
Teuerung von 1,5 Prozent im November: Lebensmittel und Energie stiegen besonders stark an

Teuerung von 1,5 Prozent im November: Lebensmittel und Energie stiegen besonders stark an

Foto: A3250 Oliver Berg/ dpa

Berlin - Teurere Energie und Lebensmittel haben die Lebenshaltungskosten so stark in die Höhe getrieben wie seit Oktober 2008 nicht mehr. Die Verbraucherpreise stiegen im November um 1,5 Prozent verglichen zum Vorjahr, bestätigte das Statistische Bundesamt vorläufige Angaben aus den Bundesländern.

Zuletzt war die Inflation vor zwei Jahren höher. Damals lag sie bei 2,4 Prozent. "Wie in den Vormonaten wurde die Inflationsrate maßgeblich durch die Preisentwicklungen bei Energie und Nahrungsmitteln geprägt", schrieben die Statistiker. Heizöl kostete etwa ein Fünftel mehr als vor einem Jahr, Kraftstoffe verteuerten sich um 7 Prozent. Auch für viele Nahrungsmittel mussten die Verbraucher tiefer in die Taschen greifen: Obst und Gemüse kosteten spürbar mehr, Speisefette wie Butter oder Öl verteuerten sich um 5,1 Prozent. Günstiger wurden dagegen Süßwaren.

Verglichen mit Oktober lag die Teuerung bei 0,1 Prozent. Auch hier schlugen Heizöl und andere Energieträger sowie Lebensmittel stärker zu Buche. Experten gehen davon aus, dass der Preisdruck in den nächsten Monaten weiter zunehmen dürfte. Sie erwarten, dass die Teuerung 2011 bei knapp unter 2 Prozent liegt und damit bei dem Wert, bei dem die Europäische Zentralbank Preisstabilität gewährleistet sieht.

sk/rtr
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