Mittwoch, 19. Juni 2019

Konsumklima Verschnaufpause nach Drei-Jahres-Hoch

Gfk-Index: Der Indikator verharrt für November bei 4,9 Punkten

Die Stimmung der Verbraucher tritt nach ihrem Höhenflug der vergangenen vier Monate auf der Stelle. Die Verbraucher sehen die deutsche Wirtschaft zwar weiter im Aufwind, erwarten aber nicht mehr so hohe Einkommenszuwächse wie in den Vormonaten. Entsprechend niedrig ist die Kauflaune.

Nürnberg - Insgesamt sei die Verbraucherstimmung im Oktober stabil, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Entsprechend verharrte der aus drei Einzelindikatoren gebildete Konsumklima-Index für November bei 4,9 Punkten.

"Der fünfte Anstieg der Konjunkturerwartung in Folge belegt eindrucksvoll, dass die Verbraucher weiterhin an einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung in den nächsten Monaten glauben", betont die GfK. Der entsprechende Indikator kletterte im Oktober um 2,5 Punkte auf nun 56 Zähler. Dies ist der höchste Wert seit Juli 2007.

Die Einkommenserwartung konnte von dieser Entwicklung allerdings nicht profitieren, wie die GfK mitteilte. Der Indikator für die Einkommenserwartung rutschte um 9,2 Punkte auf das August-Niveau von 36 Punkten ab. Möglicherweise gehe dies auf Meldungen der vergangenen Wochen zurück, dass in den kommenden Monaten mit steigenden Strompreisen zu rechnen sei. Zudem hätten die Kommunen Gebühren- und Abgabenerhöhungen angekündigt.

Entsprechend verzeichnete die GfK auch eine sinkende Bereitschaft der Verbraucher zu größeren Anschaffungen. Der entsprechende Indikator (Anschaffungsneigung) sank im Oktober um 8,2 auf 22,5 Punkte. Dennoch liegt dieser Indikator immer noch deutlich über dem langjährigen Durchschnittswert. "Trotz dieses Dämpfers im Oktober bleiben insgesamt die Aussichten für eine weiterhin ungetrübte Konsumlaune gut", stellte die GfK fest.

mg/dpa

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