Euro-Zone 1,8 Prozent Inflation

Der Preisdruck im Euro-Raum hat im September getrieben vor allem von den Kraftstoffpreisen erwartungsgemäß zugenommen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich auf Jahressicht um 1,8 Prozent, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat mit.
Weniger wert: Die Inflation in der Euro-Zone zieht an

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Foto: ddp

Brüssel - Damit wurde die Vorabschätzung vom 30. September bestätigt. Im August war eine Jahresteuerungsrate von 1,6 Prozent verzeichnet worden. Gegenüber August legten die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent zu.

Die Jahresteuerung in der Euro-Zone lag damit erneut im Bereich der Preisstabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank (EZB) von "unter, aber nahe 2 Prozent". Im September 2009 waren die Verbraucherpreise auf Jahressicht noch um 0,3 Prozent gesunken. Ohne Energie und unverarbeitete Nahrungsmittel wurde im September 2010 eine Jahresteuerung von 1,0 Prozent verzeichnet, gegenüber dem Vormonat ergab sich ein Anstieg um 0,2 Prozent. In der Berechnung ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak betrug die Jahresinflation ebenfalls 1,0 Prozent und verharrte damit auf dem Vormonatsniveau.

Auf Monatssicht zogen die Preise um 0,2 Prozent an. Die größten Preisaufschläge auf Jahressicht wiesen in der Eurozone die Hauptkomponenten Verkehr (plus 4,1 Prozent), Alkohol und Tabak (plus 3,2 Prozent) sowie Wohnung (plus 2,9 Prozent) auf. Die niedrigsten jährlichen Raten verzeichneten Nachrichtenübermittlung (minus 0,9 Prozent), Freizeit und Kultur (minus 0,2 Prozent) sowie Bekleidung und Schuhe (plus 0,2 Prozent).

Bei den Teilindizes hatten Kraftstoffe für Verkehrsmittel und Flüssige Brennstoffe die stärkste Steigerungswirkung auf die Gesamtinflation, während Bekleidungsartikel und Telekommunikation am stärksten dämpfend wirkten. Die jährliche Inflationsrate in der gesamten EU betrug im September 2,2 Prozent nach 2,0 Prozent im August. Gegenüber August stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Die höchsten jährlichen Teuerungsraten verzeichneten im September Rumänien (plus 7,7 Prozent), Griechenland (plus 5,7 Prozent) und Estland (plus 3,8 Prozent). Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Irland (minus 1,0 Prozent), Lettland (plus 0,3 Prozent) und der Slowakei (plus 1,1 Prozent) gemessen.

cr/dpa-afx