Jobboom Firmen suchen so viele Mitarbeiter wie seit 2005 nicht mehr

Die Nachfrage nach Personal hat eine neue Höchstmarke erreicht: Deutsche Unternehmen haben im Juli so viele offene Stellen gemeldet wie seit der Einführung des Arbeitsagentur-Indexes vor zwölf Jahren nicht mehr.
Siemens-Mechatroniker in Chemnitz (Archivfoto)

Siemens-Mechatroniker in Chemnitz (Archivfoto)

Foto: Wolfgang Thieme/ picture-alliance/ dpa

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist in Deutschland im Juli auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Die Zahl der offenen Stellen übertraf damit selbst die bisherige historische Höchstmarke vom Juni. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit mit.

Der Stellenindex der Agentur - ein Indikator für die Beschäftigtennachfrage - ist seit 2014 nahezu kontinuierlich gestiegen. Im Juli lag er bei 238 Punkten drei Punkte höher als im Juni und 21 Punkte höher als vor einem Jahr. Er erreichte damit den höchsten Stand seit seiner Einführung Anfang 2005.

Inzwischen gibt es laut Arbeitsagentur kaum noch eine Branche, die nicht nach geeigneten Mitarbeitern suche. Mit Ausnahme des öffentlichen Dienstes und des Bereichs Erziehung und Unterricht sei die Arbeitskräftenachfrage in allen Branchen höher als vor einem Jahr.

Am stärksten wuchs die Zahl der offenen Stellen zuletzt in der Industrie, im Handel, bei Unternehmensdienstleistern wie Steuerberatern, Rechtsanwälten und Werbeagenturen, sowie im Baugewerbe. Auch bei Zeitarbeitsunternehmen sei der Bedarf groß.

Als Grund nennt die Bundesagentur die stabile wirtschaftliche Lage. Das führe auch dazu, dass Mitarbeiter in der Hoffnung auf einen besser bezahlten Job häufiger die Firma wechselten - und die Unternehmen dann nicht gleich einen Nachfolger fänden. Solche Stellen können dann mitunter Monate in der Statistik bleiben. Die absolute Zahl der freien Stellen veröffentlicht die Bundesagentur erst mit den Arbeitslosenzahlen für Juli. Volkswirte erwarten saisonbedingt einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahl.

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