John Kerry, Antony Blinken, Jake Sullivan Diese Politiker will Joe Biden in seinem Team

Nun ist es offiziell: Joe Biden will Antony Blinken zum Außenminister ernennen, John Kerry soll zudem Klimaschutz-Beauftragter werden. Auch eine Reihe weiterer hochrangiger Personalien wurde bekannt gegeben.
Klimaschutz steht ganz oben auf Bidens Liste: Der ehemalige US-Außenminister John Kerry soll US-Sonderbeauftragter für das Klima werden

Klimaschutz steht ganz oben auf Bidens Liste: Der ehemalige US-Außenminister John Kerry soll US-Sonderbeauftragter für das Klima werden

Foto: BERTRAND GUAY / AFP

Der gewählte US-Präsident Joe Biden (78) hat am Montag mehrere wichtige Personalien verkündet, über die im Vorfeld bereits spekuliert wurde. Demzufolge will Biden den ehemaligen US-Außenminister John Kerry (76) zum US-Sonderbeauftragten für das Klima machen. Die Ankündigung macht deutlich, welche Bedeutung die künftige Regierung dem Kampf gegen den Klimawandel für die nationale Sicherheit beimessen will. Kerry soll als Sondergesandter für Klimaangelegenheiten im Nationalen Sicherheitsrat des Weißen Haus sitzen.

Zudem bestätigte Biden, dass Antony Blinken (58) als Außenminister nominiert werden soll. Blinken gilt als Befürworter der multinationalen Zusammenarbeit und berät Biden seit fast 20 Jahren. Blinken gilt als ausgemachter Außenpolitik-Experte und war im Wahlkampf einer der wichtigsten Berater Bidens. Er diente zu Zeiten des früheren Präsidenten Barack Obama (59) als Vize-Außenminister und als stellvertretender Berater für die nationale Sicherheit. Biden war damals Stellvertreter Obamas im Weißen Haus.

Alejandro Mayorkas (60) soll nach dem Willen von Biden und der gewählten Vizepräsidentin Kamala Harris (56) der erste Latino auf dem Posten des Heimatschutzministers werden. Erstmals soll mit Avril Haines (51) zudem eine Frau als Direktorin der Nachrichtendienste (DNI) die verschiedenen US-Geheimdienste koordinieren.

Sullivan wird Sicherheitsberater

Das Biden-Team bestätigte auch Medienberichte, denen zufolge Jake Sullivan (43) Nationaler Sicherheitsberater im Weißen Haus werden soll. Sullivan ist ebenfalls ein langjähriger Gefährte Bidens und ein Außenpolitik-Fachmann. Der 43-Jährige arbeitete für die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton (73), bevor er zu einem wichtigen Berater Bidens wurde. Zudem soll Linda Thomas-Greenfield (68) die USA als Botschafterin bei den Vereinten Nationen vertreten. Die schwarze Politikerin gilt als Afrika-Expertin und war Spitzendiplomatin in der Obama-Regierung.

"Wir haben keine Zeit zu verlieren, wenn es um unsere nationale Sicherheit und Außenpolitik geht", erklärte Biden in der Mitteilung. "Ich brauche ein Team, das an Tag eins bereit ist, um mir zu helfen, Amerikas Platz am Kopf des Tisches zurückzuerobern, die Welt für die größten Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, zusammenzubringen und unsere Sicherheit, unseren Wohlstand und unsere Werte voranzubringen." Die Nominierungen müssen vom Senat bestätigt werden.

Der designierte Präsident plant eine Abkehr vom "America First"-Kurs, mit dem sein scheidender Amtsvorgänger Donald Trump (74) viele Verbündete vor den Kopf gestoßen hat. Stattdessen sollen die internationalen Beziehungen wieder gestärkt werden, um die Corona-Krise und deren globale wirtschaftliche Folgen zu bewältigen. Biden will zahlreiche Entscheidungen Trumps rückgängig machen. So sollen die USA dem Atomabkommen mit Iran und dem Pariser Klimaabkommen wieder beitreten und die Pläne zum Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgeben.

mg/cr/dpa-afx/Reuters