Kurssprung der Aktie Ende des Zollstreits sorgt für Kickstart bei Harley-Davidson

EU-Staaten dürfen wieder Stahl und Aluminium zollfrei in die USA importieren. Im Gegenzug hebt die EU die Strafzölle auf Whiskey und US-Motorräder auf. Die Aktie von Harley-Davidson profitiert.
Schwere Jungs: Harley-Davidson sieht sich derzeit nach jüngerer Kundschaft um

Schwere Jungs: Harley-Davidson sieht sich derzeit nach jüngerer Kundschaft um

Foto: Sara Stathas/ Reuters

Mit einem Kursplus von fast zehn Prozent gehörten die Aktien des US-Motorradbauers Harley-Davidson  zu den größten Gewinnern im vorbörslichen US-Handel. Hintergrund dafür ist die vorläufige Beilegung des jahrelangen Streits um US-Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA.

Die Grundsatzeinigung sieht vor, dass aus den EU-Staaten künftig bestimmte Mengen an Stahl und Aluminium zollfrei in die USA importiert werden dürfen. Die Europäische Union hebt dafür Sonderzölle auf US-Produkte wie Bourbon-Whiskey, Jeans oder eben Harley-Davidson-Motorräder auf. Sie waren als Vergeltungsmaßnahme für die 2018 von dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump eingeführten Stahl- und Aluminiumzölle erlassen worden.

Harley-Davidson kann den Rückwind durch die Einigung im Zollstreit gut gebrauchen. Das Unternehmen leidet seit Jahren unter sinkenden Absätzen, da das Kernklientel immer älter wird. Schon mehrfach hat Harley Davidson versucht, auch jüngere Kunden für seine schweren Motorräder zu begeistern. Der Trend zur Elektromobilität wirkt sich ebenfalls dämpfend auf die Geschäfte aus. Zwischen 2017 und Frühjahr 2020 hatte sich der Börsenwert des Unternehmens mehr als halbiert. Seit dem Tiefpunkt zu Beginn der Corona-Pandemie hat sich der Aktienkurs aber wieder etwas erholt und notiert derzeit um die Marke von 38 US-Dollar.

la/dpa
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