Rückzahlung der Notkredite Griechenland zahlt Schulden an den IWF zurück

IWF und EU hatten Griechenland mit Milliardenkrediten vor dem Staatsbankrott gerettet. Nun zahlt das Land seine Schulden beim IWF zurück - hat aber immer noch die höchste Staatsverschuldung der Euro-Zone.
Legendäres Duo: Der damalige Finanzminister Schäuble und der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis. Varoufakis sprach von "financial waterboarding" durch die EU. Schäuble sagte: "Am 28., 24 Uhr, isch over."

Legendäres Duo: Der damalige Finanzminister Schäuble und der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis. Varoufakis sprach von "financial waterboarding" durch die EU. Schäuble sagte: "Am 28., 24 Uhr, isch over."

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FABRIZIO BENSCH / REUTERS

Griechenland hat am Montag seine gesamten Schulden beim Internationalen Währungsfonds (IWF) fast zwei Jahre früher als geplant zurückgezahlt. Die Rückzahlung "schließt das Kapitel" der Staatsschuldenkrise von 2010, erklärte Finanzminister Christos Staikouras. Das Land spare sich durch die vorzeitige Rückzahlung von 1,85 Milliarden Euro Notkrediten zudem 230 Millionen Euro an Zinsen.

Griechenland hatte Ende März grünes Licht vom Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) dafür erhalten. Diese neu kreierten EU-Institutionen hatten das Land ab 2010 zusammen mit dem IWF mit Milliardenhilfen vor dem Staatsbankrott gerettet.

Griechenland hat trotz deutlicher Verbesserungen immer noch die höchste Staatsverschuldung in der Eurozone: Laut Regierungsprognosen soll sie Ende dieses Jahres 189,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen - gegenüber 197,1 Prozent im Vorjahr und 206,3 Prozent im Jahr 2020.

la/dpa
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