Mittwoch, 11. Dezember 2019

Trump dämpft Erwartungen Neue Gespräche zwischen China und USA im Zollstreit

Handelsstreit zwischen China und USA: Zweitägige Verhandlungen in Washington

Die USA und China nehmen einen neuen Anlauf zur Beilegung ihres Handelsstreits. Die Erwartungen an die am Mittwoch in Washington beginnende Gesprächsrunde sind allerdings gering. Erst am Montag hatte US-Präsident Donald Trump Hoffnungen auf eine Entspannung in dem Konflikt gedämpft. Zudem finden die für zwei Tage geplanten Unterredungen lediglich auf Arbeitsebene statt.

Die USA werden vom Staatssekretär für internationale Angelegenheiten im Finanzministerium, David Malpass, vertreten, China von Vize-Handelsminister Wang Shouwen.

Die Regierung in Peking erklärte im Vorfeld, sie hoffe auf ein gutes Ergebnis, das auf Gleichberechtigung und Vertrauen basiere. Die US-Regierung äußerte sich kurz vor der Begegnung offiziell gar nicht dazu.

Die Gespräche sollen eigentlich den Weg ebnen für Verhandlungen auf höherer Ebene. Doch Experten rechnen nach den jüngsten Äußerungen Trumps kaum mit einem Durchbruch. Der Präsident hatte in einem Reuters-Interview gesagt, bei den Gesprächen werde wohl nicht viel herauskommen. Er signalisierte Unnachgiebigkeit und betonte, es gebe keinen Zeitrahmen zur Beendigung des Konflikts.

Auch gegenüber der EU wiederholte Trump bei einer Wahlkampf-Veranstaltung in Virginia am Dienstag seine Drohungen, in Kürze Auto-Importe aus der USA mit einem Zoll in Höhe von 25 Prozent zu belegen.

Trump stört sich an dem riesigen Defizit seines Landes im Handel mit der Volksrepublik und hat deswegen Sonderzölle erhoben. Er wirft China auch unfaire Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums vor. An den Finanzmärkten führt dies seit Wochen zu Verunsicherung. Manche Experten fürchten einen Handelskrieg zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften.

la/dpa

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung