Montag, 22. April 2019

Ökonomischer Nutzen von Flüchtlingen Wie Flucht die schwedische Wirtschaft voranbringt

Hoffnung aus Übersee: Auch die schwedische Bevölkerung altert - die Rentenfinanzen gelten aber als stabil

3. Teil: Deutschland schrumpft, Schweden wächst

"Alle früheren Prognosen haben das Wachstum der Bevölkerung unterschätzt", stellt das Statistikamt fest (PDF). Nach der Prognose von 1986 wäre Schweden heute mit unter 8,5 Millionen Menschen weniger bevölkert als damals. Spätere Vorhersagen passten sich allmählich dem tatsächlichen Trend einer wachsenden Bevölkerung an.

Erst 2012 hielten die Statistiker das Überschreiten der 10-Millionen-Marke für realistisch. Jetzt ist es fast so weit. Zum Jahreswechsel zählte das Land 9,75 Millionen Einwohner. Die Unkenrufe von früher, Schweden könnte aussterben, waren unbegründet.

Die Differenz betrifft fast ausschließlich junge Erwachsene. Die Zahl der Schweden im Pensionsalter wurde stets einigermaßen gut geschätzt, die der Kinder und Jugendlichen schwankte weit in beide Richtungen um die Prognosen. Nach der aktuellen, abermals deutlich nach oben angepassten Schätzung (PDF) werden im Jahr 2060 in Schweden rund 13 Millionen Menschen leben, immer noch mehrheitlich im arbeitsfähigen Alter. Die größte Verrentungswelle hat das Land schon großteils hinter sich.

Im Ergebnis ist Schweden ein Land, das sich wenig akute Sorgen um die Finanzierung seines Rentenssytems machen muss. Um ihren Pessimismus für den Sozialstaat zu begründen, müssen die "Schwedendemokraten" schon weit in die Zukunft vorausschauen.


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