Reaktionen auf ersten Wahlgang "Frankreich darf nicht von einer Gaunerin regiert werden"

Neuer Mut, neuer Optimismus, neuer Siegeswille - so haben Politiker das Ergebnis aus Frankreich kommentiert. Die Reaktionen im Überblick.

Macron gegen Le Pen, Politik-Neuling gegen stramme Rechtsaußen - dieses Duell erwartet die Franzosen am 7. Mai, wenn Emmanuel Macron (Bewegung "En Marche!") gegen Marine Le Pen (Front National) antritt. Das ist das Ergebnis des ersten Durchgangs der Präsidentenwahl. Im Land wie auch international wurde das Ergebnis des Sonntags ausgiebig kommentiert.

Zunächst kamen die Kandidaten zu Wort:

  • "Die Franzosen haben ihren Wunsch nach einer Erneuerung ausgesprochen." (Mitte-links-Präsidentschaftskandidat Macron)
  • "Es ist Zeit, das französische Volk von den arroganten Eliten zu befreien, die ihm sein Verhalten vorschreiben wollen. Die Franzosen müssen diese historische Gelegenheit ergreifen. Denn die große Herausforderung dieser Wahl ist die wilde Globalisierung, die unsere Zivilisation gefährdet." (Die rechtspopulistische Präsidentschaftskandidatin Le Pen)
  • "Ich bin dabei gescheitert, das Desaster, das sich angekündigt hatte, zu verhindern. Ich übernehme dafür die volle Verantwortung." (Der gescheiterte sozialistische Präsidentschaftskandidat Benoît Hamon)
  • "Die Enthaltung entspricht nicht meinen Genen, vor allem wenn eine extremistische Partei sich der Macht nähert. "(Der gescheiterte konservative Präsidentschaftskandidat François Fillon zu seiner Ankündigung, bei der Stichwahl Macron zu wählen.)

Von Vertretern der meisten deutschen Parteien gab es optimistische Einschätzungen, viele gehen von einem Sieg Macrons in der Stichwahl aus.

  • "Ich bin sicher, er wird der neue französische Präsident. Er war der einzige proeuropäische Kandidat, der sich nicht versteckt hat hinter Vorurteilen gegenüber Europa." (Außenminister Sigmar Gabriel, SPD)
  • "Emmanuel Macron macht auch Deutschland Mut." (Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner)
  • "Le Pen auf Platz 2 verwiesen. Demokratische Aufklärung wirkt, wie schon in Österreich und den Niederlanden. In Europa liegt unsere Zukunft!" (Grünen-Chefin Simone Peter)
  • "Die stolze Nation Frankreich darf nicht von einer Gaunerin regiert werden. Alle Demokraten müssen jetzt gegen die Radikalen und Populisten zusammenhalten." (CSU-Europapolitiker Manfred Weber)
  • "Pro-Europäischer sozialer Marktwirtschaftler gewinnt! Glückwunsch Emmanuel Macron!" (CDU-Vizechef Armin Laschet)
  • Wenig überraschend war einer der bekannteren Rechtsaußen Europas ebenso von einem Erfolg überzeugt - aber nicht Macrons.
  • "Es lebe der Sieg!" (Niederländischer Rechtspopulist Geert Wilders)
 
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