Montag, 1. Juni 2020

Diese europäische Urlaubsländer werben um Rückkehr der Deutschen Maas plant, Reisewarnungen für Europa bald aufzuheben

Griechenland und andere europäische Länder werben um Urlauber
Heinz Troll/Daios Hotels
Griechenland und andere europäische Länder werben um Urlauber

Vor den Beratungen mehrerer europäischer Außenminister über Lockerungen von Corona-Reiserestriktionen haben die Regierungen beliebter Ferienländer für die Rückkehr deutscher Urlauber geworben. Griechenland habe sich in der Pandemie als sicheres Land für seine Bürger erwiesen, sagte Außenminister Nikos Dendias dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montagsausgaben). Dies wolle es nun auch für ausländische Gäste sein. Kroatiens Regierungschef Andrej Plenkovic sagte der "Welt", die Hotels und Strände seines Landes seien auf die Sommersaison "gut vorbereitet".


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Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will am Montag (ab 13.00 Uhr) in einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen aus den Urlaubsländern Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien über Lockerungen der Reiserestriktionen beraten. In der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" sagte Maas, es gebe bei der Bekämpfung der Pandemie in vielen Ländern positive Entwicklungen. Einige Länder hätten angekündigt, ab Juni oder Juli ihre Grenzen für Touristen zu öffnen. Und auch die Bundesregierung wolle ihre Beschränkungen lockern, sagte er.

"Wir wollen nach dem 15. Juni eigentlich keine weltweite Reisewarnung mehr haben. Sondern wir wollen das ersetzen durch Reisehinweise, aus denen die Leute erkennen können: Wo kann man hinfahren? Ist es verantwortbar? Ist man willkommen? Und vor allem: Welche Regelungen gelten da?" Der Urlaub werde dieses Jahr nicht so sein, wie der, den man aus der Vergangenheit kennt, sagte Maas am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Corona-Pandemie sei noch nicht überwunden und man müsse Sicherheitsvorkehrungen schaffen für den Fall, dass die Infektionszahlen wieder steigen.


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Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hatte zuvor in einem Interview gesagt, er sehe gute Chancen, dass die Bundesbürger die Sommerferien "nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland verbringen können". Ziel sei es, dass wieder alle Länder in Europa bereist werden können, sagte Bareiß der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

Griechenland Außenminister Dendias nannte die Videokonferenz mit Maas "sehr wichtig". Die Minister wollten über eine möglichst umfassende Koordinierung der Tourismuspolitik und eine schrittweise Aufhebung der Grenzkontrollen beraten. "Ziel ist es, das freie und sichere Reisen innerhalb der EU wiederherzustellen", sagte der griechische Chefdiplomat.

Griechenland öffnet Strände

Griechenland kehre derzeit Schritt für Schritt zur Normalität zurück, sagte Dendias. Die Bewegungsfreiheit innerhalb des Landes werde wiederhergestellt, "unsere Hotels bereiten sich auf ihre Wiedereröffnung vor, unsere Strände sind wieder zugänglich und archäologische Stätten öffnen wieder für die Öffentlichkeit".

Der kroatische Ministerpräsident Plenkovic sagte, natürlich erwarte sein Land in diesem Sommer nicht die gleiche Anzahl von Touristen wie in den vergangenen Jahren. Die kroatischen Hotels, Ferienunterkünfte und Strände warteten derzeit jedoch nur auf den "Startschuss" für die Rückkehr ausländischer Touristen.

Angst vor unentdeckten Infektionen in Kroatien müssten Touristen keine haben, versicherte Plenkovic. Das gesamte Gesundheitssystem des Landes sei in Alarmbereitschaft gewesen. Derzeit würden in Kroatien neue Regeln für Cafés und Restaurants getestet. "Wir beobachten, wie das in der Praxis funktioniert. Und ich bin mir sicher, dass wir noch vor Beginn der Sommersaison viele gute praktische Erfahrungen sammeln werden", sagte Plenkovic.

AFP/dap/akn

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