Ukraine-Newsblog Apple setzt Verkäufe in Russland aus ++ EU schließt sieben russische Banken von SWIFT aus

BASF stellt dem Deutschen Roten Kreuz der Ukraine eine Million Euro Soforthilfe bereit. BMW kündigt einen Export-Stopp nach Russland an und will dort auch die Fertigung einstellen. Die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog.
Waffenstillstand: Die Ukraine hat russischen Soldaten Straffreiheit und Geld angeboten, wenn sie sich ergeben.

Waffenstillstand: Die Ukraine hat russischen Soldaten Straffreiheit und Geld angeboten, wenn sie sich ergeben.

Foto: STRINGER/ REUTERS

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Die wichtigsten Entwicklungen am Dienstag:

  • BASF stellt der Ukraine eine Million Euro Soforthilfe bereit. Der Betrag geht umgehend an das Deutsche Rote Kreuz (DRK).

  • BMW kündigt einen Export-Stopp nach Russland an und will dort auch die Fertigung einstellen.

  • EU-Vertreter führen Insidern zufolge Gespräche mit den USA über eine Ausweitung der Luftraumsperre für russische Fluggesellschaften.

  • Die Ukraine ist nach Worten von Außenminister Dmytro Kuleba bereit mit Russland zu verhandeln

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22.25 Uhr - Bundesaußenministerin Annalena Baerbock spricht vor der UN-Vollversammlung von einer neuen Wirklichkeit, die der Konflikt markiere. Jeder müsse nun eine Seite wählen, erklärt sie in einer auf Englisch gehaltenen Rede. Zwar bekenne sich die Bundesrepublik zur Diplomatie und Suche nach friedlichen Lösungen. "Aber wenn unsere friedliche Ordnung angegriffen wird, müssen wir uns dieser neuen Realität stellen", sagt sie zur Entscheidung der Bundesregierung, die Ukraine militärisch zu unterstützen.

22.14 Uhr - Der anhaltende Krieg in der Ukraine hat die US-Aktienmärkte auch am Dienstag im Würgegriff gehalten. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 1,76 Prozent tiefer bei 33 294,95 Punkten. Der marktbreite S&P 500 fiel um 1,55 Prozent auf 4306,26 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 1,63 Prozent auf 14005,99 Zähler nach.

22.12 Uhr - Der Internationale Gerichtshof wird bereits in der kommenden Woche die Klage der Ukraine gegen Russland verhandeln. Das teilte das Gericht am Dienstagabend in Den Haag mit. Die Ukraine hatte nach der russischen Invasion Klage bei dem höchsten Gericht der Vereinten Nationen eingereicht und bezieht sich dabei auf die Völkermord-Konvention. Kiew fordert in einem Dringlichkeitsverfahren Sofortmaßnahmen gegen Moskau.

22.11 Uhr - Produkte des Adidas-Konkurrenten Nike können in Russland nunmehr weder über die Website des US-Konzerns noch über seine App gekauft werden.

22.02 Uhr - Die EU wird mehrere russische Banken aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift ausschließen. Darauf hätten sich am Dienstagabend die Ständigen Vertreter der 27 EU-Staaten in Brüssel verständigt, teilte die aktuelle französische EU-Ratspräsidentschaft mit. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr, werden sieben russische Banken von der Maßnahme betroffen sein. Die größte russische Bank Sberbank gehört demnach nicht dazu.

21.49 Uhr - Apple setzt nach eigenen Angaben den Verkauf aller Produkte in Russland aus. Zudem seien Apple Pay und andere Dienste eingeschränkt worden, heißt es in einer Erklärung des US-Technologiekonzerns.

21.00 Uhr - Der italienische Energiekonzern Eni will nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine seinen Anteil an der Blue Stream Pipeline verkaufen, die er zusammen mit dem russischen Gaskonzern Gazprom besitzt. Das teilt das Unternehmen mit. Die Leitung befördert russisches Gas in die Türkei. Der Energiekonzern Shell hatte zuvor angekündigt, seine Gemeinschaftsunternehmen mit Gazprom und zugehörigen Firmen aufgeben zu wollen. Der britische Energiekonzern BP trennt sich nach früheren Angaben von seiner Beteiligung am russischen Ölkonzern Rosneft.

20.50 Uhr - Großbritannien verspricht der Ukraine weitere finanzielle Hilfe in Höhe von 80 Millionen Pfund. Das Geld sei zur Bewältigung der humanitären Krise gedacht, teilt die Regierung in London mit. Damit hat Großbritannien die Ukraine bislang insgesamt mit 220 Millionen Pfund unterstützt.

20.30 Uhr - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zeigt sich vorsichtig zuversichtlich, Zugang zu Kriegsgefangenen auf beiden Seiten zu erhalten. Entsprechende Besuche des Roten Kreuzes habe es bislang noch nicht gegeben, sagt IKRK-Präsident Peter Maurer der Nachrichtenagentur Reuters. Es habe bei Gesprächen mit russischen und ukrainischen Vertretern jedoch keine politischen Widerstände gegen die grundsätzlichen Aufgaben der Organisationen gegeben.

20.30 Uhr - Das russische Präsidialamt kündigt Kapitalkontrollen für ausländisches Bargeld ab Mittwoch an. Präsident Wladimir Putin habe ein Dekret unterzeichnet, wonach die Ausfuhr von Fremdwährungen mit einem Wert von mehr als umgerechnet 10.000 Dollar untersagt wird, heißt es.

20.25 Uhr - Der in Russland aktive österreichische Öl- und Gaskonzern OMV will seine Beteiligung an der Nord Stream 2 Pipeline überprüfen. Das teilt das Unternehmen mit. Zudem habe OMV beschlossen, die Verhandlungen mit dem russischen Konzern Gazprom über den möglichen Erwerb einer 24,98-Prozent-Beteiligung an den Blöcken 4A/5A der Achimov-Formation des Urengoi-Erdgas- und Kondensatfelds nicht weiterzuführen und das Basic Sale Agreement vom 3. Oktober 2018 zu kündigen.

20.16 Uhr - Die Lage in der Ukraine könnte einer Vertreterin der US-Notenbank Fed zufolge die Inflation weiter hochtreiben und das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen. Dies erschwere die Arbeit der Notenbank, sagt die Chefin des Fed-Bezirks Cleveland, Loretta Mester, bei einer Konferenz über Inflation.

20.00 Uhr - Die führenden deutschen Rüstungskonzerne sind angesichts der von der Bundesregierung geplanten zusätzlichen Milliardenausgaben einem Medienbericht zufolge für die Bundeswehr bereit, ihre Produktion kurzfristig zu erhöhen und auch auf Dauer zu erweitern. Dazu soll die Umstellung auf Mehrschichtbetrieb ebenso wie neue Kooperationen mit externen Partnern beitragen, wie aus einer Umfrage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" unter den Herstellern Airbus, Rheinmetall, KMW, Thyssen-Krupp Marine Systems, Hensoldt sowie Heckler & Koch hervorgeht.

19.50 Uhr - BASF stellt der Ukraine eine Million Euro Soforthilfe bereit. Der Betrag geht umgehend an das Deutsche Rote Kreuz (DRK), wie der Chemiekonzern mitteilt.

19.42 Uhr - BMW kündigt einen Export-Stopp nach Russland an und will dort auch die Fertigung einstellen. In einer Erklärung verweist der deutsche Autobauer auf die geopolitische Lage.

19.35 Uhr - Russische Truppen sind nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums in die südliche Stadt Cherson vorgedrungen. Allerdings kontrolliere die Ukraine noch das Gebäude der Stadtverwaltung, sagt Ministeriumsberater Wadym Denysenko.

19.29 Uhr - Einer Erklärung des prominenten russischen Journalisten Alexei Wenediktow auf sozialen Medien zufolge ist der liberale Rundfunksender Echo Moskwy nicht mehr auf Sendung. Die Webseiten des Senders sowie des Online-Nachrichtenkanals TV Rain sind ebenfalls zum Teil nicht zu erreichen. Die russische Staatsanwaltschaft beantragte zuvor, den Zugang zu ihnen zu beschränken.

19.25 Uhr - Großbritannien kündigt in einer Erklärung Sanktionen gegen Belarus wegen der Rolle des russischen Verbündeten bei der Invasion der Ukraine an.

19.22 Uhr - Der Tennisweltverband ITF setzt mit sofortiger Wirkung die Mitgliedschaft der russischen und belarussischen Landesverbände aus. "Der ITF bleibt in engem Kontakt mit dem ukrainischen Tennisverband und steht solidarisch mit dem ukrainischen Volk", heißt es in einer Erklärung https://www.itftennis.com/en/news-and-media/articles/itf-statement-itf-suspends-russia-and-belarus-from-itf-membership-and-international-team-competition. 

19.18 Uhr - Einem Sprecher des türkischen Präsidialamts zufolge wird es am Mittwoch wohl kein Treffen zwischen ukrainischen und russischen Vertretern geben. Russland stelle "unrealistische" Forderungen, sagt er dem Sender CNN Türk.

19.09 Uhr - Die Ratingagentur Moody's sieht eine gestiegene Gefahr einer Herabstufung der russischen Bonität. Die US-Agentur verweist auf die Entscheidung Russlands, neue Schulden in Fremdwährungen nicht mehr zu bedienen sowie das Verbot für die russische Bevölkerung, Fremddevisen ins Ausland zu überweisen. "Diese Entwicklungen werden weiter die negativen finanziellen Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft und den Finanzsektor verstärken, was die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher negativer Auswirkungen auf die Kreditvergabe in den kommenden Tagen und Wochen weiter erhöht", heißt es in einem Bericht.

18.56 Uhr - Als Reaktion auf die Sanktionen gegen russische Banken wie VTB und Sberbank wechseln einige russische Öl-Konzerne Insidern zufolge zu anderen Geldhäusern. Darunter seien Rosbank - eine Tochter der französischen Societe Generale – UniCredit in Italien und die österreichische Raiffeisen, sagen fünf mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Stellungnahme der drei genannten Geldhäuser liegt nicht vor. "Wir haben seit vergangener Woche keine Zahlungen mehr von unseren Geschäftspartnern erhalten und mussten daher Änderungen vornehmen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten", verlautet aus Kreisen einer russischen Öl-Firma.

18.45 Uhr - Die russische Telekommunikationsaufsicht Roskomnadsor verfügt langsamere Ladegeschwindigkeiten für Twitter. Zur Begründung heißt es, der US-Konzern habe falsche Informationen über Russlands Sondereinsatz in der Ukraine nicht gelöscht. Ein Sprecher des russischen Außenministeriums nennt das Verhalten der US- Technologieunternehmen wie Meta und Alphabet inakzeptabel. "Auf ihren sozialen Plattformen wird offen feindliche Propaganda betrieben, russische Informationsquellen werden blockiert, der Zugang zu einheimischen Medien wird massiv eingeschränkt", sagt Oleg Gawrilow der Nachrichtenagentur Interfax.

18.39 Uhr - Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki spricht sich nach einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für Sanktionen gegen Belarus aus. Zudem solle die EU der Ukraine einen Wiederaufbauplan mit einem Umfang von 100 Milliarden Euro anbieten, sagt er in Brüssel.

18.36 Uhr - Kanadas Verkehrsminister Omar Alghabra kündigt eine Schließung der Häfen für Schiffe an, die einen russischen Besitzer haben. Dies werde im Laufe der Woche geschehen.

18.25 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sagt in Washington, der Ukraine-Krieg bestimme alle seine Gespräche in der US-Hauptstadt. Die gegen Russland verhängten Sanktionen zeigten aber Wirkung. Weitere Maßnahmen seien möglich. Es sei noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.

18.23 Uhr - Die ukrainische Stadt Charkiw ist zwei Experten zufolge am Montag offenbar von Streumunition getroffen worden. "Charkiw war gestern offenbar das Ziel mehrerer Angriffe mit Streumunition", erklärt Sam Dubberley von Human Rights Watch nach einer Überprüfung von Aufnahmen auf sozialen Medien. Der ehemalige britische Offizier Hamish de Bretton-Gordon stimmt der Einschätzung in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur Reuters zu. Die Ukraine hat Russland vorgeworfen, die von vielen internationalen Organisationen geächtete Explosivwaffen einzusetzen, bei denen Minibomben über eine größere Fläche vertreut werden. Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow nannte die Vorwürfe "ohne Zweifel Fake News".

18.18 Uhr - Russland bereitet dem ukrainischen Militärgeheimdienst zufolge eine Provokation vor, um eine Beteiligung von belarussischen Truppen in die Kämpfe zu rechtfertigen. Nahe der Grenze zur Ukraine seien etwa 300 belarussische Panzer zusammengezogen, teilt der Geheimdienst in sozialen Medien mit.

18.05 Uhr - Der weltgrößte Lastwagenbauer Daimler Truck kappt infolge des Ukrainekriegs zusehends seine Verbindungen zu dem russischen Fahrzeughersteller Kamaz. Das Unternehmnen zieht seine beiden Vertreter im zwölfköpfigen Kamaz-Verwaltungsrat bis auf Weiteres ab. Jan Krönig, Strategiechef von Daimler Truck, und Wolfram Schmid, Head of Product Platforms, würden ihre Mandate bei Kamaz ab sofort ruhend stellend, sagte ein Konzernsprecher dem "Handelsblatt". Sie würden an keinen Board-Sitzungen von Kamaz mehr teilnehmen.

17.02 Uhr - Nach Angaben aus US-Kreisen stockt der russische Vorstoß auf Kiew. In den vergangenen 24 Stunden habe es diesbezüglich keine nennenswerte Bewegungen gegeben, sagt ein Insider. Zu den Gründen gehörten Probleme bei der Treibstoffversorgung und Logistik, möglicherweise stehe jedoch auch eine Umgruppierung sowie ein Überdenken des Einsatzes dahinter. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Belarus Truppen in die Ukraine schicke. Auch könne der Einsatz von Vakuum-Bomben nicht bestätigt werden. Die Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

16.58 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj macht ein Ende der Bombardierung seines Landes zur Bedingung für "sinnvolle" Gespräche mit Russland über einen Waffenstillstand. Zudem fordert er die Nato auf, eine Flugverbotszone über der Ukraine einzurichten, um russische Luftangriffe zu verhindern. Dies sei als präventive Maßnahme gedacht und habe nicht zum Ziel, die Allianz in einen Krieg mit Russland zu ziehen.

16.45 Uhr - Wegen der Sanktionen der EU gegen russische Luftfahrtunternehmen stecken weltweit Tausende russische Urlauber fest. Tourismusbehörden in Bulgarien sprechen von Hunderten Ski-Fahrern allein dort, denen nur die Möglichkeit bleibe, aus dem EU- und Nato-Staat über die Türkei oder Serbien nach Hause zurückzukehren. Der russische Tourismusverband erklärte am späten Montagabend, bis zu 18.000 russische Urlauber seien in der Karibik gestrandet, darunter 8000 allein auf Kuba.

16.35 Uhr - EU-Vertreter führen Insidern zufolge Gespräche mit den USA über eine Ausweitung der Luftraumsperre für russische Fluggesellschaften. Thema sei, welche Maßnahmen die USA ihrerseits einleiten werden, verlautet aus EU-Kreisen. Zu den bereits von Europa beschlossenen Maßnahmen sagt der Insider, betroffen seien etwa 300 Flüge russischer Gesellschaften pro Tag. Die Maßnahmen träffen auch Oligarchen, selbst wenn sie eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen.

16.32 Uhr - Russische Streitkräfte beschießen nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums den Fernsehturm von Kiew.

15.55 Uhr - Das Deutsche Rote Kreuz bringt einen ersten großen Hilfskonvoi mit Gütern für ukrainische Flüchtlinge auf den Weg nach Polen. Insgesamt 88 Tonnen Hilfsgüter wurden am DRK-Logistikzentrum Schönefeld auf fünf Lastwagen verladen. Verschickt würden 3280 Feldbetten, 4680 Isomatten und mehr als 750 Hygienepakete, teilt das DRK mit. Der Konvoi sei unterwegs nach Lublin in Ost-Polen. Von dort aus sollen die Güter entweder an Flüchtlinge verteilt oder weiter in die Ukraine gebracht werden. "Das Leid der Ukrainerinnen und Ukrainer ist schon jetzt unermesslich und nimmt tagtäglich weiter zu", DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

15.49 Uhr - US-Außenminister Antony Blinken mahnt eine resolute und geeinte internationale Botschaft an Russlands Präsident Wladimir Putin an, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Russland verletze zunehmend die Menschenrechte, indem auch Krankenhäuser und Schulen bombardiert würden, sagt Blinken in einer Videobotschaft vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf.

15.45 Uhr - In der nordostukrainischen Region Sumy ist es nach Behördenangaben erstmals seit der russischen Invasion zu einem Gefangenaustausch gekommen. Dabei sei ein russischer Offizier gegen fünf Kämpfer der ukrainischen Verteidigungskräfte ausgetauscht worden, wie Gouverneur Dmytro Schwytskji in den sozialen Medien mitteilt. Er veröffentlicht ein Video von einem blonden Mann in Handschellen und einer grünen Tarnjacke, der zum Austausch gegen ukrainische Kämpfer gebracht worden sein soll. Dieser sei 1997 in der russischen Stadt Omsk geboren worden. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte das Video nicht sofort verifizieren.

15.42 Uhr - Mexiko wird nach Worten seines Präsidenten Andres Manuel Lopez Obrador keine Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängen. Obrador kritisiert zudem die mutmaßliche Zensur von staatlichen russischen Medien durch Social-Media-Firmen.

15.37 Uhr - Die Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G7) sind sich nach Worten von Bundesfinanzminister Christian Lindner einig, dass die Sanktionen gegen Russland konsequent und in enger Abstimmung umgesetzt werden. "Wir wollen Russland politisch, finanziell und wirtschaftlich isolieren", sagt Lindner nach Beratungen der G7-Finanzminister. Es gehe um die "Maximierung des Schadens für die russische Wirtschaft", für Unterstützer des russischen Präsidenten Wladimir Putin und für die russischen Kapitalmärkte. Die Wirkung der Sanktionen, die auch die Zentralbank träfen, übertreffe die Erwartungen. "Der Rubel ist in freiem Fall", sagt Lindner.

15.36 Uhr - Frankreich will nach den Worten von Premierminister Jean Castex die ukrainische Wirtschaft mit 300 Millionen Euro Soforthilfe unterstützen. Die aktuelle Krise werde noch lange andauern und habe große Konsequenzen für Europas Zukunft. Zudem kündigt der Regierungschef im Parlament an, dass Frankreich die heimischen Firmen und Verbraucher unterstütze, die von den Folgen der Sanktionen gegen Russland betroffen seien.

15.20 Uhr - Die Union Investment setzt die Ausgabe sowie die Rücknahme von Fondsanteilen für den UniEM Osteuropa aus. Zur Begründung verweist die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken darauf, dass der russische Aktienmarkt, an dem ein wesentlicher Teil der Vermögenswerte des Fonds amtlich notiert oder gehandelt wird, für ausländische Investoren aktuell eingeschränkt sei. Der UniEM Osteuropa hatte den Angaben zufolge per Ende Januar ein Fondsvolumen von rund 100 Millionen Euro, wovon rund 60 Prozent in Russland investiert waren.

15.15 Uhr - Die Ukraine bittet Deutschland um Hilfe bei der Sicherung ihres Luftraums. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, er habe Bundeskanzler Olaf Scholz in einem Telefonat darum ersucht. Eine Flugverbotszone sei notwendig, um die russischen Angriffe aus der Luft auf zivile Ziele zu unterbrinden.

15.13 Uhr - China ruft Staatsmedien zufolge Russland und die Ukraine auf, eine Lösung des Konflikts durch Verhandlungen zu erreichen. Absolute Priorität sei nun, zu verhindern, dass die Lage eskaliere oder sogar außer Kontrolle gerate, zitieren die Medien Chinas Diplomaten Wang Yi nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba. Wang Yi fordere die Ukraine auf, Verantwortung für die Sicherheit der chinesischen Bürger in der Ukraine zu übernehmen.

14.49 Uhr - Adidas rüstet die russischen Fußball-Nationalmannschaften nicht mehr aus. Der Sportartikelkonzern setze seine seit 2008 laufende Partnerschaft mit dem Russischen Fußballverband mit sofortiger Wirkung aus, sagt eine Sprecherin. Der 2018 verlängerte Ausrüstervertrag wäre noch bis Ende des Jahres gelaufen. Der Welt-Fußballverband Fifa hatte Russland am Montag wegen des Einmarschs in die Ukraine von der Teilnahme an der Qualifikation zur Weltmeisterschaft in Katar im November/Dezember ausgeschlossen.

14.55 Uhr - Die Ukraine ist nach Worten von Außenminister Dmytro Kuleba bereit mit Russland zu verhandeln, um Lösungen zu finden. Aber man werde nicht einfach russischen Ultimaten folgen. Die Nato habe die moralische und politische Pflicht, die militärischen Anstrengungen der Ukraine zu unterstützen. Wenn die Ukraine falle, sei die Nato als nächstes an der Reihe, erklärt Kuleba bei einer Online-Pressekonferenz. "Wenn Russland gewinnt, seid Ihr die Nächsten." Er debattiere mit den Alliierten, wie die Ukraine bei der Luftabwehr unterstützt werden könnte.

14.44 Uhr - Eine zweite Gesprächsrunde zwischen der Ukraine und Russland soll der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge am Mittwoch stattfinden. Die Agentur beruft sich dabei auf einen Insider der russischen Seite.

14.05 Uhr - Die Ukraine bittet China um Vermittlungshilfe bei Russland. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba habe ein Telefonat mit seinem Amtskollegen Wang Yi dazu genutzt, teilt das ukrainische Außenministerium mit. Kuleba habe Wang gebeten, dass China seine Beziehungen zu Russland nutze, um die Regierung in Moskau zu einem Stopp der Invasion zu bewegen. Wang habe seine Bereitschaft erklärt, sich dafür einzusetzen, den Krieg auf diplomatischem Weg zu beenden.

13.41 Uhr - Die Ukraine hat nach Darstellung Russlands keinen direkten Zugang mehr zum Asowschen Meer. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Moskau laut Nachrichtenagentur Tass am Dienstag mit. (Reporter: Reuters-Büro geschrieben von Alexander Ratz redigiert von Christian Götz.

13.42 Uhr - Nordrhein-Westfalen trifft Vorbereitungen für die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge. Das Land werde die Kommunen bei der Aufnahme der Menschen in jeder denkbaren Weise unterstützen, sagt Ministerpräsident Hendrik Wüst.

13.31 Uhr - Die Ukraine geht davon aus, dass Russland verbreiten will, dass hochrangiges Militär und Politiker kapituliert haben. Eine entsprechende Desinformationskampagne werde vorbereitet, sagt der ukrainische Verteidigungsminister Oleksii Resnikow. Zur "Bestätigung" sollten Dokumente und Videos verbreitet werden, heißt es in einer online veröffentlichten Mitteilung.

13.30 Uhr - Kanada will noch am Dienstag den Internationalen Strafgerichtshof einschalten. Dieser solle mutmaßliche russische Kriegsverbrechen in der Ukraine sowie angebliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit untersuchen, sagt Außenministerin Melanie Joly.

13.28 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sagt in Washington, er wolle mit seinem US-Besuch die transatlantischen Beziehungen festigen. Er verteidigt im ZDF zudem die Kehrtwende der Bundesregierung bei Waffenlieferungen an die Ukraine. "Es ist richtig, dass wir die Ukraine mit Waffen beliefern, und wir hätten es auch vorher schon tun sollen." Russland müsse mit den verhängten Sanktionen an den Verhandlungstisch gezwungen werden. Deutschland habe sich zu lange blind auf Energielieferungen aus Russland verlassen, auch die USA seien stark abhängig von russischem Öl, sollten lieber mehr Elektro-Autos auf die Straße bringen, sagt der Grünen-Politiker.

13.00 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert die EU eindringlich zur Unterstützung auf. "Zeigen Sie, dass Sie an unserer Seite stehen", sagt Selenskyj vor dem Europäischen Parlament per Videoschalte. "Die Europäische Union wird mit uns stärker sein, so viel ist sicher. Ohne Euch, steht die Ukraine alleine da." Er bittet die EU darum, unter Beweis zu stellen, dass sie die Ukraine nicht im Stich lässt. "Zeigen Sie, dass Sie Europäer sind und dann wird das Leben über den Tod siegen, das Licht über die Dunkelheit."

12.59 Uhr - Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew warnt, dass sich Wirtschaftskriege in der Geschichte der Menschheit oft in echte Kriege verwandelt hätten. Der Vize-Vorsitzende des nationalen Sicherheitsrats und Vertraute von Russlands Präsident Wladimir Putin reagiert damit auf Twitter auf Äußerungen des französischen Finanzministers Bruno Le Maire. Dieser hatte zuvor dem Sender France Info gesagt, der Westen führe mit seinen Sanktionen einen Wirtschaftskrieg gegen Russland und führe den Zusammenbruch der russischen Wirtschaft herbei. "Hüten Sie Ihre Zunge, meine Herren", twittert Medwedew.

12.54 Uhr - "Es geht aktuell weniger um die Sanktionen und deren Folgen, sondern um die Frage, ob wir mit Russland in Zukunft noch im nennenswerten Umfang wirtschaftliche Beziehungen haben werden oder nicht", sagt der Vorsitzende des Ostausschuss der deutschen Wirtschaft, Oliver Hermes. "Je schneller die russische Regierung diesen Krieg stoppt, desto mehr ist von diesen Beziehungen noch zu retten." Die deutsche Wirtschaft trage die verfügten Sanktionen mit. "Wir appellieren auch an unsere vielen russischen Freunde und Partner: Nehmen Sie Einfluss auf die Regierung und helfen Sie mit, diesen Krieg zu beenden."

12.42 Uhr - Großbritannien verbietet per Gesetz allen Schiffen, die in irgendeiner Weise mit Russland in Verbindung stehen, die Einfahrt in seine Häfen. Dies gelte für Schiffe, die unter russischer Flagge fahren, registriert sind oder von Russland kontrolliert werden. "Wir sind soeben die erste Nation geworden, die ein Gesetz verabschiedet hat, das allen Schiffen, die in irgendeiner Weise mit Russland in Verbindung stehen, das Einlaufen in britische Häfen verbietet", erklärt Verkehrsminister Grant Shapps auf Twitter.

12.35 Uhr - Seit Beginn des russischen Angriffs sind rund 400.000 Menschen aus der Ukraine nach Polen geflüchtet, sagt der polnische Außenminister Zbigniew Rau. Die Zahl der Flüchtenden könne auf eine Millionen steigen. Sollte der Krieg gegen die Ukraine fortgesetzt werden, müsse es weitere Sanktionen gegen Russland geben.

12.28 UhrMalaysia erlaubt dem unter russischer Flagge fahrenden Rohöltanker "Linda" nicht die Einfahrt in den Hafen von Kuala Linggi. Man habe die Entscheidung getroffen, um nicht gegen Sanktionen zu verstoßen, teilt das Verkehrsministerium mit. Die Situation werde weiter geprüft und notfalls würden weitere Maßnahmen getroffen. Die Ankunft des Schiffes war für das Wochenende geplant.

12.10 UhrRussland will vorübergehend Beschränkungen für Auslandsinvestoren einführen. Sie sollen beim Ausstieg aus russischen Vermögenswerten nicht auf politischen Druck handeln, sondern eine wohlüberlegte Entscheidung treffen können, wie Ministerpräsident Mikhail Mishustin sagt. Zurzeit würden Investoren durch die Sanktionen gegen Russland unter Druck gesetzt.

12.00 Uhr – Der russische Energieriese Gazprom teilt mit, dass seine Erdgasexporte außerhalb der Länder der ehemaligen Sowjetunion im Zeitraum Januar/Februar binnen Jahresfrist um rund ein Drittel gesunken sind. Die Gasproduktion in den ersten beiden Monaten des Jahres sei weitgehend unverändert geblieben.

11.50 Uhr – Dutzende Diplomaten der EU, der USA und Großbritanniens haben einem Reuters-Augenzeugen zufolge bei einer Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow den Raum verlassen. Lawrow hatte virtuell vor dem obersten UN-Menschenrechtsforum gesprochen.

11.15 Uhr – Die Ukraine hat russischen Soldaten Straffreiheit und Geld angeboten, wenn sie sich ergeben. "Trefft Eure Wahl. Kommt ohne Waffen und mit weißer Flagge heraus", schrieb Verteidigungsminister Olexij Resnikow bei Facebook. Geboten werden jedem Soldaten umgerechnet mehr als 40.000 Euro. Finanziert werde die Aktion von der internationalen IT-Industrie. Ob sich ergebende Russen das Geld tatsächlich erhalten, war zunächst nicht zu überprüfen.

11.10 Uhr – Mehr als 660.000 Menschen haben nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) seit Beginn der russischen Invasion am Donnerstag die Ukraine in Richtung Nachbarländer verlassen. Bei der Einreise nach Polen gibt es demnach kilometerlange Schlangen und Menschen müssen bis zu 60 Stunden warten. Die Warteschlangen vor der Grenze nach Rumänien seien bis zu 20 Kilometer lang.

10.05 Uhr – Die Post-Tochter DHL befördert keine Sendungen mehr nach Russland. "Einfuhren nach Russland haben wir (..) bis auf Weiteres ausgesetzt, weshalb wir aktuell auch keine Sendungen entgegennehmen, die für Russland bestimmt sind", teilte DHL am Dienstag auf seiner Internetseite mit. Transportleistungen in die und aus der Ukraine hatte DHL bereits zuvor vorübergehend eingestellt.

09.44 Uhr – Altkanzler Gerhard Schröder verliert alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in seinem Bundestagsbüro. "Ich kann bestätigen, dass die vier Mitarbeiter in dem Büro gebeten haben, wieder in anderen Funktionen zu arbeiten", sagt Albrecht Funk aus dem Büro auf Anfrage. Die vier sind formal beim Kanzleramt angestellt und werden nun an anderer Stelle beschäftigt. Zu den Gründen will sich Funk nicht äußern. Hintergrund dürften aber unterschiedliche Auffassungen zu dem Ukraine-Russland-Konflikt sein. Schröder weigert sich trotz entsprechender Aufforderungen auch der SPD-Spitze, seine Posten bei russischen Energiekonzernen nach der russischen Invasion in der Ukraine abzugeben.

09.43 Uhr – Die EU-Kommission will die russischen Staatsmedien Russia Today und Sputnik sanktionieren. Demnach soll deren Zugang zu europäischen Medienkanälen blockiert werden, wie Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton mitteilt. Die Mitgliedstaaten müssen dem Vorgehen demnach noch zustimmen, womit die EU-Kommission noch im Tagesverlauf rechnet.

09.42 Uhr – Die Reederei Maersk setzt Container-Schiffsfahrten von und nach Russland aus. Ausgenommen seien Nahrungsmittel sowie medizinische Güter, teilt Maersk mit. Betroffen seien alle Häfen in Russland, darunter St. Petersburg an der Ostsee und Noworissijsk am Schwarzen Meer.

09.25 Uhr – Die zu Google gehörende Video-Plattform Youtube blockiert ab sofort Kanäle in Europa, die in Zusammenhang mit den russischen Sender RT und Sputnik stehen. YouTube verweist in einer Mitteilung als Begründung auf die Lage in der Ukraine.

09.00 Uhr – Die russischen Milliardäre Michail Fridman und Petr Aven wollen die gegen sie erhobenen EU-Sanktionen anfechten. Auch Tui-Großaktionär Alexej Mordaschow sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt (Details lesen Sie hier)

08.45 UhrRussische Raketen sind nach ukrainischen Angaben im Zentrum von Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, eingeschlagen. Unter anderem seien Wohngebiete und ein Stadtverwaltungsgebäude getroffen worden, teilt der Leiter der Regionalverwaltung, Oleg Synegubow mit. Die Verteidigung der Stadt stehe aber weiterhin. Er wirft Russland Kriegsverbrechen vor.

08.50 Uhr – Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire erklärt, es werde mit den Sanktionen ein Wirtschaftskrieg gegen Russland geführt. Man werde den Zusammenbruch der russischen Wirtschaft herbeiführen, sagt Le Maire dem Sender France Info. Auch gewöhnliche Russen hätten unter den Sanktionen zu leiden. Er werde die Situation in Russland auch mit dem französischen Energiekonzern Totalenergies besprechen.

08.15 Uhr – Der russische Vormarsch auf Kiew ist nach britischen Angaben in den vergangenen 24 Stunden kaum vorangekommen. Hintergrund seien wahrscheinlich logistische Probleme, heißt es in einer aktualisierten Lage-Einschätzung des Geheimdienstes, die das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht. Das russische Militär habe den Einsatz von Artillerie im Norden der ukrainischen Hauptstadt und um Charkiw sowie Tschernihiw verstärkt. "Schwere Artillerie in stark bewohnten Gebieten erhöht die Gefahr von Opfern unter den Zivilisten." Eine Überprüfung der Angaben war Reuters zunächst nicht möglich.

07.50 Uhr – Alle Mitglieder der Beobachtungsmission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) werden Diplomatenkreisen zufolge am Dienstag die von Separatisten kontrollierte Stadt Donezk verlassen. Die OSZE überwachte und meldete Verstöße gegen ein Waffenstillstandsabkommen zwischen der Ukraine und von Russland unterstützten Separatisten in der Region.

07.25 UhrRussland liefert nach eigenen Angaben weiter Erdgas durch die Transitleitungen in der Ukraine nach Europa. Die Auslastung der Pipeline bleibe auf hohem Niveau, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Daten des russischen Staatskonzerns Gazprom. Demnach sollten am Dienstag 109,3 Millionen Kubikmeter Gas nach Europa geliefert werden, etwas mehr als am Montag. Im Westen wird befürchtet, dass Russland wegen der beispiellosen Sanktionen gegen das Land nach dem Angriff auf die Ukraine den Gashahn abdrehen könnte. Die Energiegroßmacht hatte hingegen betont, auch in größten Krisen stets zuverlässig geliefert zu haben.

07.23 Uhr – Mehr als 70 ukrainische Soldaten sind am Montag bei der Bombardierung eines Militärstützpunkts in der nordöstlichen Stadt Ochtyrka getötet worden, wie der Gouverneur der Oblast Sumy auf Facebook mitteilt.

07.05 Uhr – Nach Freischaltung des Satelliten-Internetdienstes Starlink für die Ukraine hat Tech-Milliardär Elon Musk auch eine Lieferung der nötigen Empfangsanlagen geschickt. Der ukrainische Vize-Premier Mychajlo Fedorow bedankte sich bei Musk via Twitter mit einem Foto, auf dem einige Dutzend Kartons mit den Geräten in einem Lastwagen zu sehen waren. "Gern Geschehen", schrieb der US-Unternehmer in der Nacht zum Dienstag zurück. Das Starlink-System, das schnelle Internetverbindungen direkt über eigene Satelliten herstellt, könnte Ukrainern helfen, wenn die herkömmlichen Telekommunikationsnetze ausfallen sollten. Das System wird von Musks Raumfahrtfirma SpaceX aufgebaut. Er ist auch Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla.

06.21 UhrRussland verlegt einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax zufolge Truppen aus dem äußeren Osten Russlands näher an Europa heran. Die militärischen Einheiten würden Übungen in der Provinz Astrachan im Südwesten an der Grenze des asiatischen und des europäischen Teils des Landes abhalten, zitiert die Agentur das zuständige Militärkommando. Die Truppen würden vor allem die Verlegung von militärischen Einheiten über große Entfernungen üben.

05.56 Uhr – Die US-Regierung von Präsident Joe Biden beantragte beim Kongress ein Hilfspaket mit einem Umfang von 6,4 Milliarden Dollar (5,7 Milliarden Euro) für die Ukraine. Das Paket kommt zusätzlich zur jüngsten militärischen Soforthilfe der US-Regierung für die Ukraine mit einem Volumen von 350 Millionen Dollar.

05.26 Uhr – Im Süden ist die Hafenstadt Mariupol nach staatlichen Angaben vom frühen Dienstagmorgen unter der Kontrolle der ukrainischen Armee. Wegen eines Luftangriffs sei die Stadt in der Region Donezk jedoch fast ohne Stromversorgung, meldete der staatliche Informationsdienst der Ukraine unter Berufung auf den Bürgermeister. Es gebe auch Internet- und Mobilfunkausfälle. Am Montag hatte die Stadt noch als umkämpft gegolten.

05.17 Uhr – Der niederländisch-britische Ölkonzern Shell will seine Zusammenarbeit mit dem russischen Gasmonopolisten Gazprom und damit verbundenen Unternehmen beenden. Betroffen davon ist unter anderem die Beteiligung an der Sachalin-II-Flüssiggasanlage. Außerdem werde die Kooperation am Pipeline-Projekt Nord Stream 2 beendet, teilte Shell mit.

05.15 Uhr – Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen hat wegen des Kriegs in der Ukraine alle Lieferungen nach Russland gestoppt. Das Unternehmen analysiere in einer Taskforce die Umsetzung der erlassenen internationalen Sanktionsmaßnahmen und habe alle Lieferungen nach Russland eingefroren, teilte ein Sprecher in Friedrichshafen (Bodenseekreis) am Montag mit. Das betreffe auch alle Lieferungen zum Gemeinschaftsunternehmen ZF Kama. Der Friedrichshafener Konzern betreibt unter diesen Namen ein Joint Venture mit dem russischen Lkw-Hersteller Kamaz.

04.17 UhrAustralien wird die Ukraine nach Worten von Regierungschef Scot Morrison mit Waffenlieferungen in Höhe von rund 50 Millionen US-Dollar unterstützen. "Wir sprechen über Raketen, wir sprechen über Munition, wir sprechen über die Unterstützung der Ukraine bei der Verteidigung ihres eigenen Landes, und wir werden dies in Partnerschaft mit der Nato tun", sagt Morrison. Der Großteil der neuen Waffenfinanzierung für die Ukraine falle in die Kategorie der tödlichen Verteidigungswaffen.

03.44 Uhr – Der US-Kreditkartenanbieter Mastercard schließt mehrere Finanzinstitute aufgrund der Sanktionen gegen Russland vom Zahlungsnetzwerk aus. Das Unternehmen werde weiter mit den Regulierungsbehörden zusammenarbeiten, um die Compliance-Verpflichtungen vollständig einzuhalten, teilt der Zahlungsdienstleister mit.

02.00 Uhr – Die SPD zeigt sich angesichts des Krieges in der Ukraine offen für die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht in Deutschland. "Die Debatte über eine allgemeine Dienstpflicht müssen wir dringend führen. Denn dafür brauchen wir einen gesellschaftlichen Konsens", sagt der Sicherheitsexperte der Bundestagsfraktion, Wolfgang Hellmich, der Zeitung "Rheinische Post". Eine Dienstpflicht würde den Gemeinsinn fördern. Auch müsse die Bundeswehr weiter attraktiver gemacht werden, damit mehr junge Menschen ihren Dienst bei der Truppe leisten. "Wir brauchen eine professionell ausgerüstete und agierende Bundeswehr. Da sind wir über die allgemeine Wehrpflicht weit hinaus."

Kilometerlanger Militärkonvoi: Russische Truppen nähern sich der Hauptstadt Kiew

Kilometerlanger Militärkonvoi: Russische Truppen nähern sich der Hauptstadt Kiew

Foto: Uncredited / dpa

01.35 Uhr – Neu aufgenommene Satellitenbilder zeigen einen russischen Militärkonvoi nördlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Der Konvoi erstrecke sich über etwa 64 Kilometer und ist damit deutlich länger, als die zunächst berichteten 27 Kilometer, erklärt das in den USA ansässigen Unternehmen Maxar Technologies zu den Aufnahmen. Weiter seien zusätzliche Bodentruppen und Kampfhubschraubereinheiten im südlichen Belarus weniger als 32 Kilometer nördlich der ukrainischen Grenze gesichtet worden.

01.33 Uhr – 6440 Menschen sind in Russland seit Beginn der Anti-Kriegs-Demonstrationen am Donnerstag festgenommen worden. Rund die Hälfte der Festnahmen – 3126 – habe es in Moskau gegeben, wie das Bürgerrechtsportal Owd-Info in der Nacht zu Dienstag mitteilte. In St. Petersburg seien 2084 Menschen festgenommen worden. In Jekaterinburg, Krasnodar und Nischni Nowgorod waren es demnach je mehr als 100. Insgesamt habe es seit Beginn des Angriffs Russlands auf die Ukraine Proteste in 103 russischen Städten gegeben. Allein bei den Protesten am Montag wurden laut Owd-Info 413 Menschen in 13 Städten festgenommen.

01.00 Uhr – Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm erwartet schwerwiegende Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf das Wachstum in Deutschland. "Infolge der Krise wird sich kurzfristig die Konjunktur eintrüben, beispielsweise aufgrund einer Verschärfung der Lieferkettenproblematik, weiterhin hohen Energiepreisen oder auch Reaktionen der Finanzmärkte auf die Sanktionen", sagt Grimm den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Mittel- bis langfristig wird die teilweise Entkopplung der Wirtschaftsräume und die nun wohl notwendige Diversifizierung die wirtschaftliche Entwicklung bremsen, einfach weil sich dadurch Wachstumsperspektiven eintrüben."

00.27 Uhr – Nach Darstellung der ukrainischen Botschafterin in den Vereinigten Staaten hat Russland am Montag bei seinem Vordringen in die Ukraine eine sogenannte Vakuum-Bombe eingesetzt. "Sie haben heute eine Vakuumbombe eingesetzt, was nach der Genfer Konvention verboten ist", sagt Botschafterin Oksana Markarova vor dem US-Kongress. "Die Verwüstung, die Russland der Ukraine zufügen will, ist groß". Eine Aerosolbombe, umgangssprachlich Vakuum-Bombe genannt, verwendet Sauerstoff aus der Umgebungsluft, um eine Hochtemperaturexplosion zu erzeugen, die in der Regel im Anschluss an die Druckwelle eine wesentlich längere Sogwirkung erzeugt als ein herkömmlicher Sprengstoff. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.

00.04 Uhr – Nach dem Swift-Ausschluss Russlands sieht der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken und Vorstandschef der Deutschen Bank, Christian Sewing, nur wenig Risiken für die Branche. "Die deutschen Banken haben seit 2014 ihr Engagement in Russland stark reduziert. Für unser Bankensystem insgesamt ist das Risiko überschaubar. Die Sicherheitspuffer der europäischen Banken sind höher denn je", sagt Sewing der Zeitung "Bild". Der Swift-Ausschluss Russlands werde den Krieg in der Ukraine nicht beenden, "das wäre die falsche Erwartung." Es gehe darum, dass völkerrechtswidrige Aggressionen und der Überfall eines Landes im 21. Jahrhundert nicht folgenlos bleiben dürfen. Er gehe davon aus, dass die Sanktionen die russische Wirtschaft empfindlich treffen werden. "Das zeigt schon der schnelle Schritt der Russischen Zentralbank, die Leitzinsen am Montag auf 20 Prozent zu verdoppeln."

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Das geschah am Montag:

22.44 Uhr – Der Facebook-Mutterkonzern Meta kündigt an, auf seinen Plattformen in der Europäischen Union den Zugang zu den russischen Medien RT und Sputnik einzuschränken. Eine Reihe von Regierungen und die EU hätten das soziale Netzwerk zu Schritten aufgefordert, erklärte der für das globale Geschäft zuständige Manager Nick Clegg auf Twitter.

22.42 Uhr - Bei Protesten gegen den Krieg in der Ukraine sind am Montag in Russland erneut Hunderte Menschen festgenommen worden. 208 wurden bei Protesten in Moskau, 181 in St. Petersburg festgenommen, wie das Bürgerrechtsportal Owd-Info am Abend mitteilte. Landesweit habe es mindestens 413 Festnahmen in 13 Städten gegeben.

22.33 Uhr - Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Einschätzung von Generalinspekteur Eberhard Zorn die Verteidigungsbereitschaft von Soldaten und Zivilisten in der Ukraine unterschätzt. "Was wir erleben, ist ein sehr tapfer kämpfendes Heer der ukrainischen Streitkräfte, unterstützt durch die Zivilbevölkerung und durch eine kluge Aufstellung", sagte Deutschlands ranghöchster Soldat am Montagabend im ZDF. Die Ukraine habe sich lange auf diesen Angriff vorbereiten können. "Insofern stockt im Moment das Vordringen der russischen Streitkräfte."

22.31 Uhr - Die US-Regierung lehnt die Einrichtung einer Flugverbotszone über der Ukraine ab. Präsident Joe Biden habe sehr deutlich gemacht, dass er nicht die Absicht habe, US-Truppen in einen Krieg mit Russland zu schicken, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Eine Flugverbotszone wäre ein Schritt in diese Richtung, denn diese müsste entsprechend umgesetzt werden. "Sie würde die Entsendung von US-Militär erfordern, um sie durchzusetzen, was einen direkten Konflikt, einen potenziell direkten Konflikt und einen potenziellen Krieg mit Russland bedeuten würde, an dem wir uns nicht beteiligen wollen."

22.05 Uhr - Der Internationale Strafgerichtshof will offizielle Ermittlungen zu Kriegsverbrechen in der Ukraine einleiten. Das kündigte Chefankläger Karim Khan am Montagabend in Den Haag an. Die Untersuchung werde "so schnell wie möglich" in Gang gesetzt. Bereits kurz nach der Invasion Russlands in die Ukraine in der vergangenen Woche hatte der Ankläger erklärt, er beobachte die Lage eingehend.

22.00 Uhr - Von den EU-Sanktionen gegen Russland ist auch der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, betroffen. Dies geht aus einer Liste von 26 Personen hervor, die im EU-Amtsblatt veröffentlicht wird. Ebenfalls aufgelistet sind Igor Setschin, Chef der staatlichen Ölgesellschaft Rosneft, sowie sein Kollege von Transneft, Nikolai Tokarew.

20.53 Uhr - Die Volkswagen Group Rus setzt die Auslieferung von Fahrzeugen an Händler ihrer Marken bis auf Weiteres aus. "Die Auslieferungen sollen wieder aufgenommen werden, sobald die Auswirkungen der von der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten verhängten Sanktionen geklärt sind", erklärt ein Sprecher.

20.43 Uhr - Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Senat, Mark Warner, erklärt, er sehe keine unmittelbare Gefahr für die Regierung von Präsident Wladimir Putin. In Russland ist es in mehreren Städten zu kleineren Protesten gegen die Invasion der Ukraine gekommen. Zudem machen sich die Sanktionen erstmals bemerkbar.

20.41 Uhr - Die Präsidenten von acht ost- und zentraleuropäischen Staaten fordern, der Ukraine sofort den Status eines Beitrittskandidaten zur EU zuzubilligen und Beitritts-Verhandlungen zu beginnen. "Wir, die Präsidenten der EU-Mitgliedsstaaten Republik Bulgarien, Tschechische Republik, Republik Estland, Republik Lettland, Republik Litauen, Republik Polen, Slowakische Republik und Republik Slowenien sind der festen Überzeugung, dass die Ukraine eine sofortige EU-Beitrittsperspektive verdient", heißt es in einem offenen Brief.

20.31 Uhr - Die Türkei untersagt Kriegsschiffen die Durchfahrt durch den Bosporus und die Dardanellen. Außenminister Mevlüt Cavusoglu beruft sich auf den Vertrag von Montreux aus dem Jahr 1936. Demnach ist die Durchfahrt der Meerengen in Kriegszeiten eingeschränkt.

20.09 Uhr - Die EU will die Kopplung des ukrainischen Stromnetzes mit europäischen Systemen beschleunigen. Unter den 27 Mitgliedstaaten gebe es dazu allgemein Zustimmung, sagte EU-Energiekommissarin Kadri Simson nach einem Treffen mit den zuständigen Ministern der Mitgliedsstaaten. Die bereits länger geplante Verbindung werde nun "so schnell wie möglich" hergestellt.

19.57 Uhr - Die deutsche Nato-Vertretung kündigt auf Twitter die Entsendung von "Tornado" und P-3C "Orion" Flugzeugen zur Aufklärung in den Ostseeraum an.

19.30 Uhr - Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksii Resnikow bietet russischen Soldaten Amnestie und Geld an, sollten sie freiwillig die Waffen niederlegen. "Diejenigen von euch, die nicht zum Mörder werden und sterben wollen, können sich retten", erklärt er auf sozialen Medien.

19.09 Uhr - Die russische Regierung nennt die deutsche Entscheidung zur Lieferung von Waffen an die Ukraine eine "empörende Geste". Dies erklärt die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa.

19.05 Uhr - An der Moskauer Börse soll auch am Dienstag kein Aktienhandel stattfinden. Der Handel an der Aktien- und Derivatebörse werde am 1. März nicht wieder aufgenommen, entscheidet die russische Zentralbank.

18.42 Uhr - Der Weltfußballverband Fifa und der europäische Fußballverband UEFA schließen russische Mannschaften bis auf Weiteres von allen Wettbewerben aus. Das teilen die Verbände mit. Zudem kündigt die UEFA ein Ende ihres Sponsorenvertrags mit dem russischen Energieriesen Gazprom an. "Die Entscheidung gilt ab sofort und umfasst alle bestehenden Verträge, einschließlich der UEFA Champions League, der UEFA-Nationalmannschaftswettbewerbe und der UEFA EURO 2024", heißt es in einer Mitteilung. Der Vertrag war seit 2012 in Kraft und soll etwa 40 Millionen Euro pro Saison wert sein. Eine Stellungnahme von Gazprom liegt nicht vor.

18.36 Uhr - Ein Mitglied der ukrainischen Delegation spricht nach dem ersten Treffen von schwierigen Gesprächen mit Russland. "Die russische Seite hat leider immer noch eine sehr voreingenommene Sicht auf die von ihr in Gang gesetzten, destruktiven Prozesse", erklärt Mychailo Podoljak auf Twitter.

18.27 Uhr - Bei Twitter sollen Tweets mit Inhalten von Medien mit Verbindungen zur russischen Regierung wie RT und Sputnik mit einem Hinweis versehen werden. Zudem sollen entsprechende Kurzbotschaften den Usern nicht empfohlen werden und auch nicht mehr in gewissen Suchen auftauchen, teilt der US-Konzern mit. Gegenwärtig würden entsprechende Inhalte in mehr als 45.000 Tweets pro Tag geteilt.

18.13 Uhr - Das russische Militär wird nach Angaben aus hochrangigen US-Verteidigungskreisen im kommenden Tagen vermutlich versuchen, Kiew zu umzingeln. Dabei könnten die russischen Streitkräfte aus Frustration über ihr nur langsames Vorankommen aggressiver werden, sagt der hochrangige Insider. Dieser legt keine Belege für die Einschätzung vor.

17.52 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnet nach eigenen Angaben eine formelle Bitte um die Aufnahme seines Landes in die Europäische Union. Aus hochrangigen EU-Kreisen verlautet, dies könne für die Staats- und Regierungschefs ein Thema bei einem inoffiziellen Gipfel im März sein.

Wolodymyr Selenskyi: Die Ukraine soll nach Ansicht des Regierungschefs der EU beitreten

Wolodymyr Selenskyi: Die Ukraine soll nach Ansicht des Regierungschefs der EU beitreten

Foto: - / AFP

17.38 Uhr - Die italienische Regierung will die Ukraine nach eigenen Angaben mit Waffen versorgen und Flüchtlingen helfen. In einem vom Kabinett verabschiedeten Dekret werden "Militärfahrzeuge, Material und Ausrüstung für die ukrainische Regierung" zugesagt. Das Parlament in Rom muss noch zustimmen. Finnland schickt nach Worten von Regierungschefin Sanna Marin ebenfalls Waffen in die Ukraine.

17.21 Uhr - Die japanische Zentralbank will einer Zeitung zufolge die russischen Auslands-Reserven in Yen einfrieren. Die Bank of Japan hielt Stand vergangenes Jahr etwa vier bis fünf Billionen Yen (etwa 31 bis 39 Milliarden Euro) für Russland, wie "Nikkei" weiter berichtet.

17.19 Uhr - Die US-Regierung sieht nach Angaben des Präsidialamts in Washington gegenwärtig keinen Grund, die atomare Warnstufe anzuheben als Reaktion auf entsprechende russische Schritte.

17.10 Uhr - In Finnland ist erstmals eine Mehrheit der Bevölkerung für einen Beitritt des Landes zur Nato. Dies geht aus einer Umfrage des Senders Yle hervor. Sie wurde am 23. Februar vorgenommen, einen Tag vor der russischen Invasion. Demnach sind 53 Prozent der Befragten für den Beitritt. Vor zwei Jahren lag die Quote in einer Umfrage der Zeitung "Helsingin Sanomat" noch bei 20 Prozent.

17.09 Uhr - Die Verhandlungen über eine Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine sind beendet, meldet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person. Über Inhalte der Gespräche wird zunächst nichts bekannt.

16.55 Uhr - Bei Raketenangriffen russischer Streitkräfte auf Wohnviertel der ukrainischen Stadt Charkiw sind örtlichen Behörden zufolge mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Dutzende Menschen seien zudem verletzt worden, sagt der Leiter der Regionalverwaltung, Oleg Synegubow. "Es ist ein Verbrechen", fügt er hinzu. Die nordöstliche Stadt, die zweitgrößte der Ukraine, ist zu einem der wichtigsten Schlachtfelder seit der russischen Invasion geworden. Synegubow zufolge haben russische Truppen Artillerie auf Wohngebiete von Charkiw abgefeuert, wo es weder Stellungen der ukrainischen Armee oder strategische Infrastruktur gebe. "Das passiert tagsüber, wenn die Leute in die Apotheke gehen, Lebensmittel kaufen oder Wasser getrunken haben." Es war nicht sofort möglich, die Opferzahlen unabhängig zu überprüfen. Zuvor hatte der frühere Berater des Innenministeriums, Anton Heraschtschenko, von Dutzende Toten in Charkiw gesprochen.

16.33 Uhr - Europa droht nach Einschätzung von UN-Generalsekretär Antonio Guterres die schwerste Flüchtlingskrise seit Jahrzehnten. Er hoffe, dass die Verhandlungen zwischen Vertretern Russlands und der Ukraine zu einem Waffenstillstand führten und den Weg zu einer diplomatischen Lösung öffneten, sagt Guterres bei einer Notfallsitzung der UN-Generalversammlung. Die Vorstellung eines Atomkriegs sei unfassbar. Dass Russland seine Atomwaffen in erhöhte Bereitschaft versetzt habe, sei eine alarmierende Entwicklung.

16.30 Uhr - Großbritannien wird der Ukraine demnächst weitere militärische Unterstützung zukommenlassen. Darüber hat Ministerpräsident Boris Johnson nach Angaben seines Büros den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj informiert. Johnson habe zugesagt, "in den kommenden Stunden und Tagen mehr zu schicken".

16.05 Uhr - Die Europäische Union hilft nach Angaben von EU-Außenbeauftragtem Josep Borrell der Ukraine mit Satellitenaufklärung. Das Satellitenzentrum in Madrid sei beauftragt worden, der Ukraine Informationen über russische Truppenbewegungen zu liefern, sagt Borrell.

16.01 Uhr - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der russische Präsident Wladimir Putin haben sich nach französischen Angaben darauf geeinigt, in den kommenden Tagen in Kontakt zu bleiben. In einem Gespräch am Montag fordert Macron einen Waffenstillstand in der Ukraine. Putin habe seine Bereitschaft bekräftigt, sich für einen Schutz der Zivilbevölkerung, den Schutz der zivilen Infrastruktur und den Zugang zu Straßen einzusetzen, teilt das französische Präsidialamt weiter mit.

15.58 Uhr - Der Weltverband Fifa will Russlands Nationalmannschaften bis auf weiteres vom internationalen Fußball ausschließen, wie ein Insider zu Reuters sagt. Die Fifa befindet sich demnach in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem europäischen Fußballverband Uefa über die Angelegenheit und eine Entscheidung könnte noch im Laufe des Tages fallen. Russland soll nach bisheriger Planung am 24. März in einem Play-Off-Spiel zur WM-Qualifikation gegen Polen antreten.

15.44 Uhr - Das Internationale Olympische Komitee schlägt einen Ausschluss russischer und belarussischer Sportler von internationalen Sportveranstaltungen vor. Die Entscheidung sei getroffen worden, um die Integrität weltweiter Wettkämpfe zu bewahren und die Sicherheit aller Teilnehmer zu garantieren. "Russische und belarussische Sportler, ob einzeln oder im Team, sollen nur noch als neutrale Athleten akzeptiert werden. Keine nationalen Symbole, Farben, Flaggen oder Hymnen sollen gezeigt werden."

15.26 Uhr - Die Regierungschefs von Polen und den baltischen Staaten rufen die Techkonzerne auf, gegen Falschnachrichten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine vorzugehen. In einem Brief an die Chefs der Internetkonzerne Alphabet sowie der Tochter Youtube, Facebook und Twitter, der auf den 27. Februar datiert ist, heißt es, bislang hätten die Unternehmen nicht genug getan. "Russische Desinformation wird auf den Online-Plattformen seit Jahren geduldet; sie sind nun ein Beiwerk zu dem kriminellen Angriffskrieg, welchen Russland gegen die Ukraine und die freie Welt führt." Polen, Litauen, Lettland und Estland rufen die Tech-Giganten auf, von selbst Konten zu sperren, die Angriffskrieg, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen verherrlichten oder rechtfertigten.

15.25 Uhr - Als Reaktion auf Probleme im Winter und den Ukraine-Krieg plant Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck den Aufbau einer nationalen Gasreserve. Damit soll sichergestellt sein, dass die Gasspeicher immer ausreichend befüllt sind, wie aus Eckpunkten für ein Gesetz hervorgeht. Diese lagen der Deutschen Presse-Agentur am Montag vor. Geplant sind demnach konkrete Vorgaben zu den Füllständen der Speicher.

15.11 Uhr - Der russischen Wirtschaft steht laut Ökonomen wegen der westlichen Sanktionen infolge des Ukraine-Krieges ein Einbruch bevor. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im zweiten Quartal um 20 Prozent fallen, geht aus einer am Montag veröffentlichten Analyse der US-Großbank JPMorgan hervor. Für das Gesamtjahr 2022 wird mit einem Minus von 3,5 Prozent gerechnet. Die Inflationsrate dürfte am Jahresende bei mindestens zehn Prozent liegen.

15.03 Uhr - Die USA schließen wegen der Sicherheitslage ihre Botschaft in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Alle US-Mitarbeiter hätten Belarus verlassen, twittert die US-Botschafterin in Minsk Julie Fisher. Auf einem Foto ist zu sehen, wie die US-Flagge abgenommen wird.

14.59 Uhr - Der Reisekonzern TUI erwartet keine Folgen von dem Umstand, dass der russische Milliardär und Großaktionär Alexej Mordaschow von Russland-Sanktionen betroffen sein könnte. Das Unternehmen werde vom Vorstand geführt und nicht von den Anteilseignern, erklärt TUI-Chef Fritz Joussen in einer Mitarbeiter-Information. "Damit gehen wir davon aus, dass etwaige Restriktionen oder Sanktionen gegenüber Herrn Mordaschow für uns als Unternehmen keine nachhaltig negativen Folgen haben werden." Ein TUI-Sprecher ergänzt, das Unternehmen habe keine Informationen über mögliche Sanktionen gegen den russischen Unternehmer.

14.58 Uhr - Der Schifffahrtskonzern Maersk erwägt, als Vorbereitung auf die gegen Russland verhängten Sanktionen und Beschränkungen alle Container-Buchungen von und nach Russland auszusetzen. Man verfolge die Entwicklung genau und prüfe die besten Optionen für Kunden und ihre Fracht, teilt das Unternehmen mit.

14.40 Uhr - Fußball-Bundesligist RB Leipzig rechnet wegen des Ukraine-Kriegs damit, dass die Achtelfinal-Partien in der Europa-League gegen Spartak Moskau nicht stattfinden. "Wir gehen davon aus, dass die Spiele abgesagt werden", erklärt RB-Chef Oliver Mintzlaff. Man sei im engen Austausch mit den Verbänden und dem europäischen Fußballverband Uefa. Laut Medienberichten will die Uefa die russische Mannschaft aus dem Wettbewerb ausschließen. Damit stünde Leipzig wohl im Viertelfinale. Von der Uefa war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

14.31 Uhr - Das Büro des britischen Premierministers Boris Johnson fordert Unternehmen auf, bei Geschäften mit Russland besondere Vorsicht an den Tag zu legen. Sie müssten insbesondere prüfen, ob sie die Regierung in Moskau durch die Geschäfte unterstützten. Putin und sein Regime müssten wie ein Paria-Staat behandelt werden. "Wir streben keinen Wechsel des Regimes an, wir reden vielmehr davon, wie wir Russland davon abhalten, ein demokratisches Land zu unterwerfen."

14.15 Uhr - Russland sperrt seinen Luftraum für Airlines aus Deutschland und 35 weiteren Ländern. Das Verbot gelte etwa auch für Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Kanada. Die Europäische Union und Kanada hatten am Wochenende ihrerseits den Luftraum für russische Flugzeuge oder Airlines gesperrt.

14.08 Uhr - Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagt eine Reise zu einem Treffen des UN-Menschenrechtsrats und zu Abrüstungsgesprächen in Genf ab. Grund sei, dass mehrere EU-Staaten ihren Luftraum für Lawrows Flugzeug gesperrt hätten, teilt ein Sprecher der russischen Vertretung bei den Gesprächen mit. Es sei aber möglich, dass sich Lawrow per Videoschalte zu Wort melde. Der UN-Menschenrechtsrat kommt auf Bitte der ukrainischen Delegation zu einer Krisensitzung zusammen.

14.01 Uhr - Die Ukraine verlangt Medienberichten zufolge in den Verhandlungen mit Russland einen Abzug sämtlicher russischer Truppen. Das schließe auch die seit 2014 von Russland annektierte Krim sowie die Separatistengebiete im Donbass ein, erklärt das Präsidialamt ukrainischen Berichten zufolge.

13.59 Uhr - Der weltgrößte Lastwagenbauer Daimler Truck hat wegen des Ukraine-Krieges alle geschäftlichen Aktivitäten in Russland vorerst eingestellt. "Wir stehen als Unternehmen für eine friedliche globale Zusammenarbeit und lehnen jede Form vom militärischer Gewalt kategorisch ab", sagte ein Sprecher des Unternehmens in Stuttgart. Das "Handelsblatt" (Montag) hatte zuvor berichtet, dass Daimler Truck die Kooperation mit dem russischen Panzerwagenhersteller Kamaz gestoppt hat.

13.50 Uhr - Die Wirtschaftssanktionen der USA und ihrer Verbündeten treiben nach Einschätzung von US-Regierungsvertretern die Inflation in Russland in die Höhe. Sie dürften zudem Investitionen erschweren. Seit Ankündigung der Sanktionen am Samstag habe die russische Notenbank versucht, Hunderte Milliarden Dollar in Sicherheit zu bringen. Nun dürfte es aber schwer für sie sein, Zugang zu dem Geld zu erhalten, sagten die Regierungsvertreter.

13.42 Uhr - Die russischen Atomstreitkräfte sind einem Bericht zufolge wie angekündigt in verstärkte Alarmbereitschaft versetzt worden. Eine entsprechende Anordnung von Präsident Wladimir Putin sei umgesetzt worden, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax das Verteidigungsministerium. Konkret gehe es um die Nord- und die Pazifikflotte, die strategischen Raketentruppen und die Langstreckenflieger, die mit zusätzlichem Personal verstärkt würden. Putin hatte den Schritt am Sonntag angekündigt.

12.54 Uhr - Die Europäische Union will nach Angaben eines hochrangigen Vertreters noch diese Woche neue Sanktionen gegen Belarus verhängen. Das Paket werde vermutlich am Montag oder Dienstag vorgestellt, sagt der Insider. Es richte sich gegen die Exportwirtschaft, Oligarchen, die Zentralbank und sehe zudem einen Swift-Ausschluss der belarussischen Banken vor. Vorbild seien die Strafmaßnahmen gegen Russland.

12.51 Uhr - Das russische Verteidigungsministerium hat die Abschreckungswaffen der Atommacht in verstärkte Alarmbereitschaft versetzt. Das sagte Minister Sergej Schoigu am Montag dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, wie aus einer Mitteilung der Behörde hervorgeht. Konkret nannte er die strategischen Raketentruppen, die Nord- und die Pazifik-Flotte und die Fernfliegerkräfte.

12.49 Uhr - Die Internetseite der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass ist am Montag gehackt worden. Das zeigte sich beim Ansteuern der Website von verschiedenen Geräten aus, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet. Die reguläre Seite wurde demnach durch eine Anti-Kriegsbotschaft ersetzt sowie Aufrufe, die Invasion der Ukraine zu stoppen. "Wir fordern Sie dringend auf, diesen Wahnsinn zu stoppen, schicken Sie Ihre Söhne und Ehemänner nicht in den sicheren Tod", heißt es in der Botschaft. "Putin zwingt uns zu lügen und bringt uns in Gefahr ... Das ist nicht unser Krieg, lasst uns ihn (Putin) aufhalten!"

12.47 Uhr - Die Ukraine bittet den russischen Geschäftsmann Roman Abramowitsch nach Angaben von dessen Sprecherin um Unterstützung bei der Suche nach einem Ausweg aus dem Konflikt. Der Geschäftsmann, der zu den reichsten Russen gehört, bemühe sich, einen Beitrag zu einer friedlichen Lösung zu leisten, sagt sie. "Angesichts dessen, was auf dem Spiel steht, bitten wir um Verständnis, dass wir uns nicht weiter äußern." Abramowitsch ist unter anderem Eigentümer des englischen Fußballclubs Chelsea.

12.45 Uhr - Das Innenministerium begrüßt, dass sich Schalke 04 von seinem Sponsor Gazprom getrennt hat. Man begrüße zudem, dass internationale Wettkämpfe nicht länger in Russland stattfänden, sagt ein Sprecher.

12.44 Uhr - Die Kreuzfahrtreederei Tui Cruises streicht wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine die russische Hafenstadt St. Petersburg vom Programm. "Vor dem Hintergrund der Ereignisse haben wir uns aus ethischen und moralischen Gründen entschieden, die Fahrpläne unserer Ostsee-Kreuzfahrten von Mai bis Oktober 2022 anzupassen: Wir werden St. Petersburg nicht mehr anlaufen", teilte eine Sprecherin der Reederei am Montag in Hamburg mit.

12.25 Uhr - Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) steht mit Banken und Versicherungen wegen deren Geschäften in Russland und der Ukraine in Kontakt. "Die Finma ist sich des direkten Engagements der von ihr beaufsichtigten Banken und Versicherungen in den betroffenen Ländern bewusst", erklärte die Behörde. Es würden regelmäßig entsprechende Informationen angefordert, insbesondere von Unternehmen, die von möglichen internationalen Sanktionen betroffen seien.

12.24 Uhr - Regierungssprecher Steffen Hebestreit hat zurückhaltend auf die Debatte über eine Laufzeitverlängerung der letzten drei Atommeiler reagiert. Es verstehe sich von selbst, dass aufgrund der aktuellen Situation vieles infrage gestellt und geprüft werde, sagt er. "Soweit sind wir längst noch nicht", betont er gleichzeitig. Man werde sich auf alle Eventualitäten vorbereiten und arbeite dafür, dass diese nicht einträten. Zuvor hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) eine Verlängerung nicht ausgeschlossen, sie aber skeptisch beurteilt.

12.13 Uhr - Mehr als 500.000 Menschen sind den Vereinten Nationen (UN) zufolge seit der russischen Invasion aus der Ukraine in Nachbarstaaten geflohen.

12.12 Uhr - Auch die russische Seite bestätigt den Beginn von Gesprächen mit der Ukraine. Das Außenministerium in Moskau veröffentlicht Fotos der Delegationen, die sich an einem langen Tisch gegenüber sitzen. Der Kreml hat eine Stellungnahme dazu abgelehnt, was er mit den Gesprächen erreichen will. Die Ukraine hat als Ziele eine sofortige Waffenruhe und den Abzug russischer Truppen aus der Ukraine ausgegeben.

12.11 Uhr - Die Bundesregierung will das Nato-Ziel zu Verteidigungsausgaben in Höhe von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung bereits dieses Jahr erreichen. Das sagt Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin. Dabei solle das geplante 100 Milliarden Euro schwere Sondervermögen zur Modernisierung der Bundeswehr helfen.

12.03 Uhr - Die Unterfinanzierung der Bundeswehr soll mit dem geplanten 100 Milliarden Euro schweren Sondervermögen beendet werden, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin sagt. Konkrete Projekte zur Modernisierung gebe es aber noch nicht. Das werde sicherlich Jahre brauchen. Ein Sprecher des Finanzministeriums ergänzt, er werde jetzt mit Hochdruck an der Ausgestaltung der Details zum Sondervermögen gearbeitet.

11.59 Uhr - Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo hat die Produktion in seiner Fabrik im russischen Kaluga und den Verkauf in Russland wegen des Ukraine-Konflikts vorübergehend eingestellt. "Diese Entscheidung tritt sofort in Kraft und gilt bis auf Weiteres", sagte ein Unternehmenssprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

11.56 Uhr - Die Bundesregierung ruft Russland zum sofortigen Stopp der Kämpfe in der Ukraine auf. Es gebe keinerlei Rechtfertigung für die Angriffe, zudem gebe es massive Opfer auch in der Zivilbevölkerung, sagt Regierungssprecher Steffen Hebestreit.

11.55 Uhr - Russland erwägt einem Medienbericht zufolge nicht, seine Botschafter aus den EU-Ländern abzuziehen. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Vize-Außenminister Jewgeni Iwanow.

11.48 Uhr - Die Sanktionen gegen Russland werden negative Auswirkungen auf deutsche Firmen haben. "Diese sind nicht zu vermeiden", sagt eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Regierung werde helfen, wenn Unternehmen deswegen in die Knie gingen. Ein Volumen dafür will sie noch nicht nennen.

11.40 Uhr - Rohstoff- und Energielieferungen aus Russland können weiter beglichen werden. Das betonen das Wirtschafts- und auch das Finanzministerium in Berlin. Es seien zielgerichtete Sanktionen gegen russische Banken erlassen worden, nicht aber gegen den gesamten Bankenmarkt. Die Sanktionen finden Sie hier im Überblick.

11.29 Uhr - Das russische Präsidialamt wirft der Europäischen Union wegen der Waffenlieferungen an die Ukraine feindseliges Verhalten gegenüber Russland vor. Diese seien gefährlich und destabilisierend, sagt Sprecher Dmitri Peskow. Sie würden beweisen, dass Russland mit seinen Bemühungen um eine Entmilitarisierung des Nachbarlandes Recht habe.

11.27 Uhr - Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine haben begonnen, wie der Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Mychailo Podoljak, per Textnachricht mitteilt. Zuvor hatte Selenskyjs Büro erklärt, Ziel der Gespräche sei ein unmittelbarer Waffenstillstand und der Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine.

11.25 Uhr - Der Fußball-Zweitligist Schalke 04 beendet die Partnerschaft mit seinem Hauptsponsor, dem russischen Energieriesen Gazprom. Der Vorstand habe dies mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, teilt der Verein mit. Zuletzt hatten die Königsblauen bereits Gazprom als Schriftzug vom Trikot genommen.

11.10 Uhr - Die wirtschaftliche Realität in Russland hat sich dem russischen Präsidialamt zufolge mit den westlichen Sanktionen geändert. Russland habe aber einen Plan, um auf Sanktionen zu reagieren, sagt Sprecher Dmitri Peskow. Es gebe keinen Grund, an der Effektivität und Zuverlässigkeit der Zentralbank zu zweifeln.

10.18 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert einen EU-Beitritt seines Landes in einem Eilverfahren. Die Ukraine müsse von der Europäischen Union im Rahmen eines Sonderverfahrens schnell aufgenommen werden, sagt Selenskyj.

09.30 Uhr - Auch die Zentralbank von Belarus hebt Leitzins kräftig an. Die belarussische Zentralbank hebt ihren Leitzins angesichts der westlichen Sanktionen gegen den Nachbarn Russland deutlich an. Der Leitzins steige von 9,25 auf 12,0 Prozent, teilt die Notenbank mit. Mit dem Schritt solle die finanzielle Stabilität gewahrt und das Risiko einer beschleunigten Inflation begrenzt werden.

09.00 Uhr - Russland ist einem seiner Unterhändler zufolge daran interessiert, dass es bei den Gesprächen mit der Ukraine zu einer Vereinbarung im beiderseitigen Interesse kommt. Jede Vereinbarung sollte im Interesse beider Seiten sein, sagt Unterhändler Wladimir Medinski. Die Gespräche mit der ukrainischen Seite sollten um 10.00 Uhr (MEZ) beginnen.

08.40 Uhr - China kritisiert die westlichen Sanktionen gegen Russland. Diese stellten keine Lösung des Konfliktes dar, sondern verschärften bestehende Probleme nur noch, teilte das Außenministerium in Peking mit. Das Vorgehen werde daher auch nicht gebilligt.

08.25 Uhr - Der Vorstoß der russischen Truppen auf Kiew hat sich nach britischen Angaben verlangsamt. Das liege an dem starken Widerstand der ukrainischen Streitkräfte und an logistischen Problemen, teilt das britische Verteidigungsministerium auf Basis neuer Geheimdienstinformationen mit. Der Großteil der russischen Bodentruppen befinde sich weiterhin rund 30 Kilometer vor Kiew. Auch der strategisch wichtige Flughafen Hostomel werde weiter von ukrainische Soldaten gehalten. Schwere Kämpfe gebe es auch weiterhin um die Großstädte Tschernihiw im Norden und Charkiw im Nordosten.

08.07 Uhr - Die Furcht vor Lieferausfällen im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine beschert Weizen den größten Preissprung seit fast 13 Jahren. Der US-Future steigt um mehr als neun Prozent auf ein Neuneinhalb-Jahres-Hoch von 9,2025 Dollar je Scheffel. Russland und die Ukraine sind wichtige Weizen-Exporteuere.

08.00 Uhr - Der Vatikan will zwischen Russland und der Ukraine vermitteln. Man sei dazu bereit, den Dialog zu "erleichtern", um den Krieg zu beenden, sagte der oberste Diplomat Kardinal Pietro Parolin mehreren italienischen Zeitungen. Parolin steht in der vatikanischen Hierarchie nach dem Papst an zweiter Stelle.

07.51 Uhr - Immer mehr Anleger suchen wegen des Ukraine-Krieges Schutz im "sicheren Hafen" Gold. Das Edelmetall steuert mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 1928,32 Dollar je Feinunze auf den größten Tagesgewinn seit etwa einem Jahr zu.

07.45 Uhr - Die wachsende Furcht vor Lieferausfällen treibt den Ölpreis erneut. Die Sorte Brent aus der Nordsee steuert mit einem Plus 7,3 Prozent auf 105,07 Dollar je Feinunze auf den größten Tagesgewinn seit fast eineinhalb Jahren zu. Gleichzeitig verteuert sich Palladium um knapp acht Prozent auf 2551,50 Dollar je Feinunze. Russland ist ein wichtiger Exporteur dieses Edelmetalls.

07.31 Uhr - Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht geht davon aus, dass die Waffen, die Deutschland der Ukraine zugesagt hat, schon bald dort eintreffen. "Die Waffen sind auf dem Weg und da geht es nicht um Tage, sondern da geht es um Stunden", sagt die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk.

07.25 Uhr - Der russische Rubel geriet am Morgen erneut unter starken Druck. Auf der Handelsplattform EBS stürzte er in der Nacht um fast 42 Prozent ab. Für einen Dollar mussten zeitweise 119 Rubel hingelegt werden. An der Moskauer Börse soll der Devisenhandel am Montag erst um 10.00 Uhr Moskauer Zeit (08.00 Uhr MEZ) beginnen.

06.48 Uhr - Die EU hat in der Nacht nach Angaben aus Brüssel und Berlin die angekündigten schwerwiegenden Sanktionen gegen die russische Zentralbank in Kraft gesetzt. Sie umfassen ein Verbot von Transaktionen der Bank in Bezug auf die hohen russischen Währungsreserven in Euro. Zudem wird das Vermögen der Bank in der EU beschlagnahmt.

06.21 Uhr - Die Facebook-Konten mehrerer öffentlicher Personen in der Ukraine, darunter Militärvertreter und Politiker, sind nach Unternehmensangaben Ziel von Hackerangriffen geworden. Es sei versucht worden, von den Konten aus YouTube-Videos zu verbreiten, in denen ukrainische Truppen als geschwächt dargestellt werden, teilt der Facebook-Mutterkonzern Meta mit.

04.30 Uhr - Japan erwägt nach Angaben des Außenministeriums Sanktionen gegen Personen aus Belarus, darunter auch hochrangige Regierungsmitglieder. Japan arbeite derzeit gemeinsam mit den westlichen Ländern an der Umsetzung des Swift-Ausschlusses von Russland.

03.21 Uhr - In der ukrainischen Hauptstadt Kiew und in der Stadt Charkiw sind nach Angaben des staatlichen Dienstes für Sonderkommunikation und Informationsschutz erneut Explosionen zu hören. Zuvor war es in Kiew einige Stunden lang ruhig gewesen, schreibt der ukrainische Dienst auf dem Nachrichtendienst Telegram.

03.01 Uhr - Nach Angaben der Europäischen Zentralbank sind die Sberbank Europe AG, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Sberbank Russland, sowie ihre kroatischen und slowenischen Ableger, zahlungsunfähig oder werden es demnächst sein. "Die Sberbank Europe AG und ihre Tochtergesellschaften mussten aufgrund der Auswirkungen der geopolitischen Spannungen auf ihren Ruf erhebliche Einlagenabflüsse hinnehmen", erklärt die EZB. "Dies führte zu einer Verschlechterung ihrer Liquiditätslage." Es gebe keinen Weg, der eine realistische Chance bieten würde, die Liquidität wiederherzustellen. Russland ist der Mehrheitseigentümer der Bank. Vergangene Woche hatte die russische Zentralbank erklärt, die Finanzinstitute in Russland seien gut gegen die jüngsten Sanktionen des Westens gewappnet.

02.36 Uhr - Google deaktiviert nach Angaben des Mutterkonzerns Alphabet zum Schutz der ukrainischen Bevölkerung vorübergehend einige Funktionen, die Live-Informationen über die Verkehrsbedingungen und die Verkehrsdichte verschiedener Orte liefern. Nach Beratungen mit mehreren Organisationen, darunter auch regionalen Behörden, habe man sich für die Maßnahme zum Schutz der ukrainischen Bevölkerung entschieden. Über Google Maps werden Staus abgebildet, die während des Krieges zur Überwachung russischer und ukrainischer Truppenbewegungen, sowie Fluchtrouten dienen könnten.

02.01 Uhr - Der Eon-Konzern lehnt die Forderung Polens nach einem Stopp für die Gas-Pipeline Nord Stream 1 ab. "Bei Nord Stream 1 handelt es sich um eine genehmigte und voll operative Gas-Importleitung. Insgesamt sehen wir Nord Stream 1 regulatorisch vollkommen unterschiedlich zu den laufenden Diskussionen um die Nord-Stream-2-Leitung, an der wir als Eon nicht beteiligt sind", sagt ein Eon-Sprecher der Zeitung "Rheinische Post".

02.00 Uhr - Der frühere Chef der Wirtschaftsweisen und heutige Berater von Finanzminister Christian Lindner (FDP), Lars Feld, stellt wegen des Ukraine-Kriegs den deutschen Kohle- und Atomausstieg infrage. "Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass die Energieversorgung sichergestellt bleibt. Dazu wird alles wieder auf den Tisch müssen, sogar Atomausstieg und Kohleausstieg", sagt Feld der Zeitung "Rheinische Post". "Wenn wir die Lieferungen von Gas, Öl und Kohle aus Russland stoppen oder Putin uns den Gashahn abdreht, können wir uns diese Rohstoffe mittelfristig auf dem Weltmarkt beschaffen. Das würde natürlich erheblich teurer."

01.54 Uhr - Der norwegische Energiekonzern Equinor trennt sich von seinen Joint Ventures in Russland. "In der gegenwärtigen Situation betrachten wir unsere Position als unhaltbar", sagt Equinor-Chef Anders Opedal. Das Unternehmen, das mehrheitlich in staatlichem Besitz ist, ist seit über 30 Jahren in Russland präsent und vereinbarte 2012 eine strategische Zusammenarbeit mit dem russischen Unternehmen Rosneft.

01.03 Uhr - Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Peter Adrian, rechnet mit gravierenden Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die deutsch-russischen Handelsbeziehungen. "Wir erfahren eine sehr weitgehende Blockade in den Wirtschaftsbeziehungen. Ich gehe davon aus, dass erst mal nur noch sehr wenig bis nichts mehr funktioniert", sagt Adrian den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges würden für die deutsche Wirtschaft "erheblich" sein. Es gebe "etliche Härtefalle", in denen in Deutschland ansässige Unternehmen "wegen des Krieges und seiner Folgen in ihrer Existenz bedroht sein werden".

00.26 Uhr - Es gibt erste Hinweise, wie die Börsen auf die neuen westlichen Sanktionen gegen Russland reagieren: Der Future-Kontrakt auf den US-Aktienindex Dow Jones notiert im frühen asiatischen Handel 1,4 Prozent tiefer, der für den S&P 500 gibt 2,5 Prozent nach und der für die Technologiebörse Nasdaq fällt um 2,9 Prozent. Der Future für die Öl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um etwa sieben Prozent auf rund 105 Dollar pro Fass (159 Liter). Bitcoin verliert knapp vier Prozent auf rund 37.500 Dollar. Der Euro büßt zum Dollar rund ein Prozent auf 1,1160 ein.

Mit Nachrichtenagenturen