Ukraine-Newsblog Weizenpreis auf Rekordhoch ++ Baerbock kündigt neue Sanktionen an

Der EU fehlt massiv das Sonnenblumenöl aus der Ukraine. Russische Banken fliegen aus der Schweizer Bankiervereinigung. Ein weiterer Russe verlässt den Aufsichtsrat der Tui. Die Nato stellt klar: Das Bündnis wird selbst nicht in den Krieg eingreifen. Die News zum Ukraine-Krieg.
Neue Sanktionen gegen Russland: Außenministerin Annalena Baerbock mit weiteren Nato-Außenministern beim Treffen in Brüssel

Neue Sanktionen gegen Russland: Außenministerin Annalena Baerbock mit weiteren Nato-Außenministern beim Treffen in Brüssel

Foto: Olivier Matthys / dpa

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Die wichtigsten Ereignisse am Freitag:

  • Außenministerin Annalena Baerbock kündigt weitere Sanktionen gegen Russland

  • Russische Truppen haben das größte Atomkraftwerk Europas in der Ukraine angegriffen. Ein zwischenzeitiger Brand in dem Kraftwerk ist inzwischen wieder gelöscht

  • Die US-Tech-Konzerne Intel und Google kappen ihre Geschäfte mit Russland

  • Der Euro verliert wegen des Ukraine-Kriegs erheblich an Wert

16.30 Uhr - Der Bürgermeister von Mariupol erklärt, die Hafenstadt im Südosten des Landes liege unter Feuer und brauche militärische Unterstützung. Es gebe keine Wasserversorgung, Fernheizung oder Stromversorgung mehr. Die Lebensmittelvorräte gingen zur Neige.

16.20 Uhr - Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell ruft Russlands Präsidenten Wladimir Putin auf, sämtliche Kampfhandlungen in der Ukraine einzustellen. "Dies ist Putins Krieg und Putin muss diesen Krieg stoppen", sagt Borrell in Brüssel.

16.15 Uhr - Das russische Handels- und Industrieministerium empfiehlt Düngemittel-Herstellern einen vorübergehenden Stopp ihrer Exporte. Dies gehe auf Probleme in der internationalen Logistik zurück, teilt das Ministerium mit. Russische Firmen sollten ihren Dünger erst wieder exportieren, wenn sichergestellt sei, dass die Lieferungen auch ankämen.

16.00 Uhr - Experten senken angesichts der härteren westlichen Sanktionen den Daumen über die russische Wirtschaft. Die Analysten der US-Großbank JPMorgan sagen für das zweite Quartal einen Absturz des Bruttoinlandsproduktes von 35 Prozent voraus. 2022 insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung um sieben Prozent einbrechen. Die Entwicklung sei vergleichbar mit der schweren Wirtschaftskrise 1998, der internationalen Finanzkrise 2008 sowie die Corona-Pandemie 2020, schrieb JPMorgan-Experte Anatoli Shal in einer Kundennotiz. So dürften die Exporte in diesem Jahr um 13 Prozent zurückgehen, die Binnennachfrage um zehn Prozent und die Importe um etwa 30 Prozent. "Klar ist zudem, dass die zunehmende wirtschaftliche und politische Isolation Russlands langfristig zu einem geringeren Wachstum führen wird", heißt es darin. Im kommenden Jahr wird eine Stagnation auf dem niedrigen Niveau erwartet. Das langfristige Trendwachstum dürfte nur bei etwa einem Prozent liegen.

15.45 Uhr - Die Weizen-Rally geht in unvermindertem Tempo weiter. Der europäische Future steigt um fast zehn Prozent auf ein Rekordhoch von 418,75 Euro je Tonne. US-Weizen gewinnt vier Prozent und ist mit 13,40 Dollar je Scheffel ebenfalls so teuer wie nie. "Die Nachfrage nach Weizen zur baldigen Lieferung ist beispiellos", schreiben die Experten der Beratungsfirma Agritel. Abnehmern müssten wegen des Ukraine-Kriegs den Ausfall von Lieferungen aus der Schwarzmeer-Region verkraften.

15.15 Uhr - Das russische Finanzministerium hofft einem Medienbericht zufolge, dass die Zentralbank über Verhandlungen wieder Zugriff auf ihre eingefrorenen Gold- und Devisenreserven bekommt. Man sei zudem zuversichtlich, dass Russland über ausreichende Mittel verfüge, um seinen Haushaltsverpflichtungen im Jahr 2022 nachzukommen, meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf einen stellvertretenden Finanzminister.

15.00 Uhr - Deutsche Brauereien exportieren mit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine quasi kein Bier mehr nach Russland. Die Ausfuhren seien "nahezu flächendeckend zum Erliegen gekommen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele. 2021 seien rund zwei Millionen Hektoliter alkoholhaltiges Bier nach Russland geliefert worden, was 12,7 Prozent des gesamten deutschen Exports entspreche. "Russland ist damit der größte Drittlandsmarkt außerhalb der EU und der zweitgrößte Absatzmarkt insgesamt nach Italien", sagte Eichele.

14.30 Uhr - Die Ukraine bittet die Bundesregierung dringend um die Lieferung schwerer Waffen für den Kampf gegen die russischen Truppen gebeten. In einer Verbalnote an das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium nennt die ukrainische Botschaft unter anderem Kampfpanzer, U-Boote und Kampfhubschrauber. Das Bundesverteidigungsministerium erklärte, es befänden sich "weitere Güter versandfertig in den Lagern". Details nannte der Sprecher nicht. Entscheidungen des Bundessicherheitsrates dazu stünden noch aus.

14.15 Uhr - Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erteilt der Forderung der ukrainischen Regierung, die Allianz solle eine Flugverbotszone über dem Kriegsland überwachen, eine klare Absage. Die Nato werde nicht in den Krieg eingreifen, weder zu Land noch in der Luft, sagte Stoltenberg in Brüssel. Auch Bundeskanzler Scholz sagte: "Wir sind nicht Teil der militärischen Auseinandersetzung, die dort stattfindet, und werden es auch nicht werden." Es sei völlig klar, dass die Nato und ihre Mitgliedstaaten sich nicht an dem Krieg beteiligen, so Scholz am Freitag beim Besuch des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Schwielowsee.

14.00 Uhr - Bayern Münchens Trainer Julian Nagelsmann hat Russland erneut aufgefordert, den Angriffskrieg gegen die Ukraine "schnellstmöglich" zu stoppen. "Die Bilder, die man sieht, sind erschreckend. Die Momente will keiner erleben, das ist unerträglich", sagte der 34-Jährige. Der deutsche Fußball-Rekordmeister wolle vor dem Bundesliga-Topspiel gegen Bayer Leverkusen "ein Zeichen der Solidarität" setzen.

13.45 Uhr - Russlands Präsident Wladimir Putin ruft ausländische Staaten auf, die Beziehungen zu seinem Land zu normalisieren. Er erklärt, Russland werde seine wirtschaftlichen Verpflichtungen mit anderen Ländern einhalten. Die Europäische Union, die USA und andere westliche Staaten haben Russland mit Wirtschaftssanktionen belegt. Zudem hat eine überwältigende Mehrheit in der Hauptversammlung der Vereinten Nationen den Angriff Russlands auf die Ukraine "auf das Schärfste" verurteilt.

Indes hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock weitere Strafmaßnahmen gegen Russland angekündigt. "Über die drei scharfen Sanktionspakete hinaus, die wir bereits beschlossen haben, werden wir weitere Maßnahmen ergreifen, die gezielt in das Machtzentrum Putins treffen", sagte sie am Freitag am Rande eines Sondertreffens der Außenminister der Nato-Staaten in Brüssel. Details nannte die Grünen-Politikerin zunächst nicht.

13.30 Uhr - Die Furcht vor Lieferengpässen wegen des Krieges in der Ukraine heizt die Preisrally bei den Metallen weiter an. Aluminium kostet in London mit 3850 Dollar je Tonne so viel wie noch nie. Allein in dieser Woche legte der Preis um 14 Prozent zu. Nickel verteuert sich um 7,8 Prozent auf 29.000 Dollar je Tonne und markiert damit ein frisches Elf-Jahres-Hoch. Kupfer zieht in der Spitze um 2,3 Prozent auf 10.594 Dollar je Tonne an und ist damit so teuer wie seit knapp zehn Monaten nicht mehr. "Normalerweise haben geopolitische Spannungen nur vorübergehenden Einfluss auf den Rohstoffmarkt, aber dieses Mal sieht es nach einer langwierigeren Geschichte aus, da mit Russland ein wichtiger Rohstofflieferant betroffen ist", sagt Soni Kumari von der ANZ Bank.

13.10 Uhr – Die Europäische Union steht vor einem Mangel an Sonnenblumenöl, da der Krieg die Exporte des Hauptlieferanten Ukraine blockiert, erklärt der Branchenverband der Pflanzenölindustrie (Fediol). EU-Raffinerien beziehen demnach 35 bis 45 Prozent ihres Sonnenblumenöls aus der Ukraine. Die verfügbaren Bestände in der EU würden auf vier bis sechs Wochen geschätzt.

13.15 Uhr - Der Schweizer Bankenverband hat die beiden russischen Institute Gazprombank AG (Schweiz) und Sberbank AG (Switzerland) mit sofortiger Wirkung aus der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) ausgeschlossen. Der Verband unterstützte die von der Schweizer Regierung beschlossenen Sanktionen gegen Russland. Die Schweizer Banken hielten sich strikt an alle geltenden Vorschriften und Maßnahmen, einschließlich der Sanktionen von schweizerischen, internationalen und supranationalen Gremien.

13.00 Uhr - Der Flughafenbetreiber Fraport lässt vor dem Hintergrund der Invasion Russlands in die Ukraine seine Geschäftsaktivitäten in St. Petersburg ruhen. Als Eigentümer einer 25-prozentigen Beteiligung an der Betreibergesellschaft des dortigen Flughafens Pulkovo halte Fraport einen Vermögenswert, erklärte der MDax-Konzern am Freitag. Fraport werde selbstverständlich alles unternehmen, seine Vermögenswerte zurückzuerhalten. Alles andere hieße, Russland in dieser Situation Geld beziehungsweise Vermögen zu schenken. "Ein Verkauf der Beteiligung ist aktuell vertraglich ausgeschlossen."

12.15 Uhr - Im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja sind durch den russischen Angriff zwei ukrainische Sicherheitsmitarbeiter verletzt worden. Das berichtete der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, am Freitag in Wien. "Es ist mir wichtig zu berichten, dass alle Sicherheitssysteme der sechs Reaktoren in dem Kraftwerk in keiner Weise beeinträchtigt sind. Es wurde kein radioaktives Material freigesetzt", sagte Grossi bei einer Pressekonferenz. Derzeit sei nur einer der sechs Reaktorblöcke in Betrieb. Die anderen seien abgeschaltet worden oder wegen routinemäßigen Wartungsarbeiten außer Betrieb. Das Feuer auf dem Gelände des AKW wurde nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums inzwischen gelöscht.

12.00 Uhr - Die Deutsche Bank sieht ihren weltweiten Geschäftsbetrieb trotz eines großen Technologiezentrums in Russland nicht gefährdet. Die Bank habe ihre Operationen einem Stresstest unterzogen, teilte Institut am Freitag mit. Russland sei nur eines von mehreren Technologiezentren, die das Geldhaus rund um den Globus habe. Natürlich werde die Invasion in der Ukraine Auswirkungen auf die Deutsche Bank haben, ebenso wie auf viele Unternehmen. "Aber wir haben unsere operative Belastbarkeit rigoros getestet und sind zuversichtlich, dass der tägliche Betrieb unseres Handelsgeschäfts nicht beeinträchtigt wird", erklärte Deutschlands größtes Geldhaus. Über den Stresstest hatte zuerst die "Financial Times" berichtet.

11.30 Uhr - Die Moskauer Aktienbörse bleibt angesichts des Ukraine-Krieges Agenturberichten zufolge mindestens bis einschließlich Dienstag geschlossen. Dies berichteten die US-Agentur Bloomberg und die russische Tass am Freitagmorgen unter Berufung auf die Börse. Seit dem letzten Öffnungstag der Moskauer Börse am Freitag vor einer Woche haben an der Londoner Börse gelistete Anteilsscheine russischer Unternehmen laut Bloomberg über 90 Prozent ihres Werts verloren, bevor sie am Donnerstag vom Handel ausgesetzt wurden. Auch etliche börsengehandelte Indexfonds mit russischen Werten werden derzeit nicht gehandelt. Zudem wollen einige globale Indexanbieter wie MSCI russische Titel aus ihren Indizes verbannen.

11.00 Uhr - Beim Reisekonzern TUI scheidet nach dem Großaktionär Alexej Mordaschow ein weiterer Russe aus dem Aufsichtsrat aus. Vladimir Lukin habe sein Mandat zum 3. März niedergelegt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Er habe Tui informiert, dass er zuvor seine vertragliche Beziehung mit der Severgroup beendet habe. Die Investmentfirma aus Russland verwaltet Vermögenswerte von Mordaschow, Eigentümer des russischen Stahlkonzerns Severstal. Dieser trat in dieser Woche ebenfalls aus dem Tui-Aufsichtsrat zurück, nachdem er auf die Sanktionsliste der Europäischen Union gegen Russland wegen des Ukraine-Krieges gesetzt worden war. Mordaschow hat damit keinen Zugriff mehr auf seinen 34-prozentigen Anteil an Tui.

10.20 Uhr - Deutlich mehr als die Hälfte der Bundesbürger unterstützt laut dem neuen ARD-"Deutschlandtrend" den Plan der Bundesregierung, erheblich mehr Geld in die Verteidigung zu stecken. Laut der Umfrage bezeichnen mindestens 69 Prozent die Erhöhung der jährlichen Verteidigungsausgaben auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes als richtig. 19 Prozent bezeichnen die Anhebung der Verteidigungsausgaben als falsch. Die Schaffung eines Sondervermögens von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr bezeichnen 65 Prozent als richtig, wie der WDR am Donnerstag mitteilte.

9.20 Uhr - Die russische Fluggesellschaft Aeroflot verliert wegen des Krieges weitere wichtige Geschäftspartner. Mit dem US-Unternehmen Sabre und der spanischen Amadeus IT Group kappten zwei der größten Buchungssystemanbieter für Flugtickets am Donnerstag die Geschäftsbeziehungen zu der Airline. Sabre und Amadeus ermöglichen es Reisevermittlern, sowohl online als auch in ihren Läden Flugangebote zu vergleichen und für Kunden Tickets zu reservieren.

8.50 Uhr - Der Chipriese Intel setzt alle Lieferungen an Kunden in Russland nach dem Angriff auf die Ukraine aus. Auch Belarus, das die russische Invasion in die Ukraine unterstützt, wird nicht mehr versorgt, wie der US-Konzern am Freitag mitteilte. Intel ist der wichtigste Anbieter von Prozessoren und Servern in Rechenzentren.

Auch Google setzt sein Anzeigengeschäft in Russland bis auf Weiteres aus. Betroffen sei Werbung sowohl im Umfeld der Internet-Suche als auch bei der Videoplattform Youtube, teilte der Konzern unter anderem dem US-Sender CNBC mit. Zuvor hatte Google nur bestimmte Anzeigen rund um den Krieg blockiert.

8.30 Uhr - In 15 Minuten das Radio einschalten: Aus Solidarität mit der Ukraine wollen rund 150 öffentlich-rechtliche Radiosender in Europa am Freitagmorgen den John-Lennon-Song "Give Peace a Chance" spielen. In mehr als 25 Ländern, darunter auch die von Russland angegriffene Ukraine, soll das Lied um 08.45 Uhr MEZ laufen, wie die Europäische Rundfunkgemeinschaft (EBU) am Donnerstagabend mitteilte. Die Aktion, an der sich auch private Sender beteiligen wollen, findet auf Initiative des RBB unter Intendantin Patricia Schlesinger statt.

8.00 Uhr - Die russischen Behörden haben den Zugang zu den Websites der Deutschen Welle und weiterer unabhängiger Medien nach eigenen Angaben "eingeschränkt". Von dem Schritt sind neben dem deutschen Auslandssender auch die Websites von BBC, Medusa und Swoboda betroffen, teilte die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor am Freitag mit. Russlands Behörden haben ihr Vorgehen gegen kritische Stimmen in den Medien seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine massiv verschärft.

7.30 Uhr - Der Euro hat am Freitag weiter nachgegeben und ist auf den tiefsten Stand seit Mitte 2020 gefallen. In der Nacht auf Freitag sank die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1010 US-Dollar. Am Morgen kostete sie mit 1,1030 Dollar kaum mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag noch auf 1,1076 Dollar festgesetzt.

Unter Druck geriet der Euro in der Nacht, nachdem auf dem Gelände des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja ein Feuer ausgebrochen war. Das Feuer soll mittlerweile gelöscht worden sein, es sollen keine kritischen Systeme betroffen sein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem gezielten Beschuss durch russische Panzer.Als sicher geltende Währungen wie der US-Dollar, der japanische Yen oder der Schweizer Franken wurden aufgrund des Vorfalls verstärkt gesucht. Der Euro geriet im Gegenzug unter Druck.

7.00 Uhr - Die russische Armee hat Europas größtes Atomkraftwerk im ukrainischen Saporischschja angegriffen und dort einen Brand ausgelöst. Nach Behördenangaben brach in einem Gebäude für Ausbildungszwecke in der Nacht zum Freitag Feuer aus, die Reaktorblöcke waren nicht betroffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland "Nuklear-Terrorismus" vor. Der britische Premierminister Boris Johnson forderte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und warf Russlands Präsident Wladimir Putin vor, sein "rücksichtsloses Verhalten" gefährde "die Sicherheit von ganz Europa".

Inzwischen wurde der Brand ukrainischen Angaben zufolge gelöscht. Es gebe am Kraftwerk keine erhöhte Strahlung, heißt es von offizieller Seite. Es seien keine Veränderungen registriert worden, teilte die zuständige Aufsichtsbehörde am Freitagmorgen bei Facebook mit. "Für die Sicherheit von Kernkraftwerken wichtige Systeme sind funktionsfähig." In dem AKW sei aktuell nur der vierte Block in Betrieb. In einem Block liefen geplante Reparaturarbeiten, andere seien vom Netz genommen, hieß es. Russische Truppen hätten das Kraftwerk besetzt. Russland hatte sich zunächst nicht geäußert.

Mit Nachrichtenagenturen